Kleines Wiesental Fußgänger sind auf den Loipen nicht erwünscht

Markgräfler Tagblatt, 03.12.2017 18:20 Uhr

Kleines Wiesental (kn). Um harmonische Zusammenarbeit mit Gemeinden und Behörden ist der Skiclub Malsburg-Marzell bemüht. Der Verein, der die Loipen im Lipple-Kreuzweg-Gebiet betreut, hatte am Freitag zu einem „Loipengespräch“ in die Lipple-Skihütte eingeladen.

Diese Gespräche mit dem Ziel, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und gemeinsam Probleme anzugehen, finden seit Jahren in dreijährigem Turnus statt, erläutere eingangs Jochen Fel-scher vom Skiclub, der neben anderen Bürgermeister Gerd Schönbett (Kleines Wiesental), Ortsvorsteher Rolf Vollmer (Wies), Förster Joachim Trautwein, Thomas Ühlin von der Straßenmeisterei sowie Nils Hodapp von der Bergwacht Sulzburg begrüßte. Die Gesprächsleitung lag bei Loipenwart und Revierförster Hans-Peter Beha vom Staatsforst Köhlgarten (Wies-Stockmatt).

Dieser unterstrich – unterstützt von Martin Grenacher, einem der Fahrer des Loipenfahrzeuges – das große ehrenamtliche und auch finanzielle Engagement, das die Betreuung von 55 Kilometern Loipen und Skiwanderwegen vom Lipple bis hin zu Nonnenmattweiher und Kreuzweg erfordere.

Acht bis zehn Stunden sei er oft unterwegs, sagte Martin Grenacher. Eine „Aktionsbreite“ auf den Waldwegen von mindestens vier Metern sei erforderlich. Starke Bäume zu dicht am Wegrand, wie im Bereich Grube/Raich, würden Schnee wegnehmen. Wenn über die zu spurenden Wege Wasser fließe, sei dies ein großer „Feind der Loipe“. In diesem Zusammenhang lobte Beha seinen Kollegen Trautwein für eine Wegebaumaßnahme, mit der eine Nassstelle beseitigt wurde.

Angesprochen wurde auch das Parkplatzproblem an schönen Wintertagen. Gemeinsam mit Bürgermeister Schönbett will man nach Wegen suchen, dem zeitweisen „Chaos“ am Kreuzweg abzuhelfen. Auch für die Bergwacht sei es wichtig, in Notfällen rasch Zugang zu den Loipen zu erhalten und nicht von kreuz und quer parkenden Fahrzeugen behindert zu werde. Dies sei oft auch am Lipple, gerade in Richtung Wanderheim und Ritterhof, der Fall. Dort hofft man auf rasche Abfuhr des aktuell gelagerten Holzes.

Auf den Nägeln brennt den Langlauffreunden besonders auch die Tatsache, dass die gewalzten Loipen immer wieder von Fußgängern als Wanderwege genutzt würden, besonders wohl auch im Bereich Haldenhof/Nonnenmattweiher und auf der Hammstraße am Lipple. Am Nonnenmattweiher hofft man darauf, dass ein zusätzliches Schild die Einsicht der Wanderer stärkt, an Lipple und Egerten gebe es eigens gewalzte Winterwanderwege.

Der harmonischen Gesprächsrunde schloss sich ein Imbiss in der Skihütte an.

 
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