Kleines Wiesental Geringe Schadholzmengen

Markgräfler Tagblatt, 09.07.2018 22:00 Uhr

Kleines Wiesental. Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kleines Wiesental hielt ihre diesjährige Vertreterversammlung, die sieben kommunale und über 1 800 private Mitglieder repräsentiert, kürzlich in Schopfheim ab.

Der Vorstandsvorsitzende Rainer Strittmatter berichtete über die Tätigkeit des Vorstands im vergangenen Jahr.

Anschließend stellte Geschäftsführer Michael Meyer-Heisig die Bilanz 2017 vor. Im vergangenen Jahr wurden durch die FBG Kleines Wiesental etwa 47 000 Festmeter (Fm) Holz angekauft und damit rund 4 000 Fm weniger als im Vorjahr. Etwa 5 000 Fm nicht erfasstes Holz lagen zum Jahreswechsel allerdings witterungsbedingt bereits geschlagen noch im Wald und sind deshalb in der Mengenbilanz nicht enthalten. Weiterhin gilt im Gebiet der Flurneuordnung Gersbach im beteiligten Privatwald ein Einschlagstopp. Verkauft wurden im Vorjahr etwa 45 000 Fm.

Während zu Beginn des Jahres 2017 noch von relativ großen Käferholzmengen ausgegangen wurde, hielten sich die Schadholzmengen mit etwa 4 000 Festmetern in Grenzen. Dies war offensichtlich der ab Juli deutlich besseren Wasserversorgung der Bäume durch überdurchschnittlich hohe Niederschläge zu verdanken.

Frisches Nadelholz mittlerer Dimensionen ließ sich gut vermarkten. Bei den starken Hölzern mittlerer bis schlechter Qualität sowie Palettenware setzte sich der Trend des schwierigeren Absatzes fort. Laubstammholz erzielte ähnliche Preise wie im Vorjahr. Einzelne bessere Stämme konnten bei einer Versteigerung sehr gute Preise erzielen.

Die Umsatzerlöse betrugen rund 2,7 Mio. Euro. Es konnte ein Überschuss von etwa 104 000 Euro erwirtschaftet werden. Die Vertreterversammlung entschied, dass davon knapp 57 000 Euro für bereit gestelltes Stammholz als Nachzahlung an die Waldbesitzer gehen (ab einer Bagatellgrenze von 15 Euro) sowie gut 16 000 Euro als freiwillige Leistung der Waldbesitzer für die Weginstandhaltung. Der Restbetrag geht in die Rücklage. Die Vertreterversammlung genehmigte die Bilanz und entlastete Vorstand und Geschäftsführer einstimmig.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes zum Kartellverfahren bezüglich der Holzvermarktung hat auf die aktuelle Arbeit der FBG keine Auswirkungen. Der aktuelle Holzmarkt war ebenfalls Thema der Veranstaltung. Bis auf Weiteres rät die FBG von der Bereitstellung von frischem Nadelholz ab, da sowohl der Markt als auch die Transportlogistik durch die Sturmholz-Mengen überlastet sind.

 
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