Kleines Wiesental Ideensuche für die Seniorenarbeit

Melanie Mühlhäuser (links) und Fabienne Gentner freuten sich über den großen Zuspruch für das Projekt „Im Tal leben“. Foto: Gudrun Gehr Foto: Markgräfler Tagblatt

Die beiden Seniorenbeauftragten Melanie Mühlhäuser von der Gemeindeverwaltung und Fabienne Gentner vom Verband der evangelischen Kirchengemeinden haben derzeit alle Hände voll zu tun. Der Gemeinde Kleines Wiesental war es zusammen mit der evangelischen Kirche gelungen, durch Fördermittel der EU und der Kirche die beiden befristeten Teilzeitstellen einzurichten.

Von Gudrun Gehr

Kleines Wiesental. Noch am Mittwoch präsentierten die beiden Mitarbeiterinnen in der Gemeinderatssitzung in Tegernau ihre Aktivitäten, die sie seit Anfang Oktober für die „Wiederbelebung“ des Projekts „Im Tal leben“ in Angriff genommen haben. Ergänzend stellten die beiden „Bleibe-Beauftragten“ am Donnerstagabend ihre Arbeit im Rahmen eines Zukunftstreffens vor. Eingeladen dazu waren ins Rathaus alle Neugierigen, Engagierten, Motivierten, Unentschlossenen und Kreativen. In persönlicher Weise hatten die beiden Beauftragten jeweils ein kleines Präsent für jeden Gast vorbereitet. Die Besucher wurden von Bürgermeister Gerd Schönbett begrüßt.

Insbesondere freuten sich die beiden Projektmitarbeiterinnen auf diejenigen Besucher, die auch bereit sind, ein Ehrenamt in der Gemeinde zuverlässig wahrzunehmen. Und tatsächlich folgten dem Ruf der beiden Mitarbeiterinnen mehr als 50 Personen, die sich zur Ideenfindung in den verschiedenen Bereichen Senioren, Nachbarschaftshilfe, Kommunikation und Begegnung einbringen wollten.

Mühlhäuser und Gentner stellten zunächst den „Ist-Zustand“ der sozialen Aktivitäten im Kleinen Wiesental und in den Kirchengemeinden des Vorderen Kleinen Wiesentals fest, die das Kleinwiesentäler Gebiet „überlappen“. Das Kirchengebiet umfasst aus historischen Gründen noch weitere Gemeinden wie Enkenstein, Endenburg oder Schlächtenhaus. Insgesamt 26 soziale Einrichtungen hat man gezählt.

Gemeinsam mit den Bürgern wollen die Projektbeauftragten nicht nur neue Strukturen schaffen, sondern auch die vorhandenen Aktivitäten wie Gemütlicher Treff, Frauentreff, Computerstammtisch oder Dorfladen vernetzen und fördern. Die Seniorenbeauftragten stellten in ihrem Referat fest, dass ein Ehrenamt nicht nur den Empfänger der Hilfe unterstützt, sondern durchaus auch den Helfer bestärken kann. Die beiden Gemeindebediensteten beendeten ihr Referat mit einem Zitat von Albert Schweitzer: „Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.“

Die Arbeitskonzeption präsentierte das Duo anhand von Schautafeln, an denen Flyer der bisherigen Angebote angebracht waren. Anregungen für die Bereiche Beratung, Vernetzung, Begegnung und Kommunikation, Ehrenamt, Mobilität und weitere Ideen wurden gesucht. Die Gäste wurden gebeten, sich in Gruppen zusammenzufinden, um nicht nur gegenseitig Ideen zu entwickeln, sondern auch Kritik, Bedenken oder allgemeinen Input anzubringen. Die Besucher konnten ebenfalls ihre Vorlieben auf einem Wunschzettel darlegen, damit vom Projektbüro ein maßgeschneidertes Angebot für das jeweilige Engagement aufgebaut werden kann. Melanie Mühlhäuser meinte: „Fühlen Sie sich als Puzzleteil des Projekts, aber Sie übernehmen hier keinerlei Verpflichtungen“.

Die Auswertung der von den Besuchern angedachten Vorschläge erfolgt in den nächsten Tagen.

Die nächsten Termine: Fahrt zum Kalten Markt nach Schopfheim am Mittwoch, 4. Dezember, Abfahrt in Fahrgemeinschaften ist um 11.30 Uhr vor dem Gemeindehaus in Tegernau, Rückfahrt gegen 15 Uhr.

Senioren-Mittagstisch am Donnerstag, 12. Dezember, 12 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus in Tegernau.

Senioren-Mittagstisch am Donnerstag, 9. Januar, im Rathaus-Saal in Schlächtenhaus, 12 Uhr.

Ab März 2020 veranstaltet Sitztanzleiterin Elke Szokoll, Krankenschwester der Sozial- und Diakoniestation Schopfheim, regelmäßige Veranstaltungen.

Anmeldungen per E-Mail unter Gentner@gdekw.de und Muehlhaeuser@gdekw.de oder unter Tel. 07629/911013 und 07629/91014.

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