Kleines Wiesental Kein Volksfest im Oktober

Kein ländliches Volksfest rund um Tierhaltung, Landwirtschaft und deren Bedeutung im Kleinen Wiesental: Der Wieser Weideviehmarkt wurde Corona-bedingt abgesagt. Foto: Ralph Lacher

Kleines Wiesental-Wies - Der traditionelle Weideviehmarkt in Wies ist seit 30 Jahren ein Volksfest rund um die Tierhaltung im Kleinen Wiesental und damit auch ein Anlass, der die Bedeutung der Landwirtschaft in diesem Teil des Kreis Lörrach verdeutlicht.

Immer am zweiten Samstag im Oktober zieht der Event mit der Weideviehgemeinschaft als Veranstalter viele Menschen aus dem gesamten Kreis Lörrach und darüber hinaus an. In diesem Jahr allerdings wird der Publikumsmagnet, eigentlich für den 10. Oktober geplant, nicht stattfinden: Nach einer Mitgliederversammlung hat Heiner Brunner, der Vorsitzende der Wiedeviehgemeinschaft, die Veranstaltung jetzt abgesagt.

„Wir können vor allem im Weideschuppen, wo immer die Bewirtung stattfand und wo es Vorführungen landwirtschaftlicher und handwerklicher Tätigkeiten von anno dazumal gab, die aktuell geltenden Hygiene-und Abstandsregeln nicht gewährleisten“, erklärt Brunner. Da viele der Helfer der Wiedeviehgemeinschaft und der sie unterstützenden Vereine und Gemeinschaften ebenso wie viele der Besucher zur „Corona-Risikogruppe“ Ü60 gehören, habe man aus Verantwortung für die Gemeinschaft nicht anders handeln können, sagt Brunner.

Natürlich sei das ein herber Schlag auch für die Wiedeviehgemeinschaftskasse. Einen abgespeckten Weideviehmarkt mit nur Aktivitäten draußen und dort mit Abstand hätte keinen Sinn gemacht, da man im Oktober im Tal keine Wettersicherheit habe. Und dann wäre der organisatorische Aufwand angesichts der wohl auch noch im Oktober bestehenden Corona-Schutzmaßnahmen kaum so zu gestalten gewesen, dass Aufwand und Ertrag in einem sinnigen Verhältnis stehen würden, meint der seit 23 Jahren der Weideviehgemeinschaft vorstehende Wieser Landwirt.

Geplant waren schon ziemlich konkret der eigentliche Weideviehmarkt am Vormittag, die Auktion mit Oliver Keller aus Gresgen und einem sicher interessanten Angebot an Rindern, dann nach einer Mittagspause das Unterhaltungsprogramm rund um das Thema Landwirtschaft sowie ganztags Ausstellungen von Gerätschaften und Maschinen sowie ein Bauern- und Handwerkermarkt und natürlich Bewirtung mit regionaler und saisonaler Kost.

„Unsere 35 Mitglieder bedauern die Absage sehr. Aber wir hoffen, dass 2021 wieder zu einer gewissen Normalität auch bezüglich von Großveranstaltungen zurückgekehrt werden kann“, sagt Heiner Brunner.

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