Kleines Wiesental Nadelholzanteil bis zu 60 Prozent

Christoph Schennen
Ein geändertes Waldmanagement ist notwendig, um dem Klimawandel zu begegnen. Foto: Pixabay

Die Gemeinde muss das Waldmanagement an die Folgen des Klimawandels anpassen.

Rüdiger Motzke ist nun für den Kommunalwald und den Privatwald in Bürchau und Raich verantwortlich. Den Privatwald in Tegernau, Wies und Elbenschwand betreut Michael Schilli, den Privatwald in Wieslet und Sallneck betreut das Revier Maulburg, für das ein neuer Leiter zum 1. Juli gesucht wird.

Überschuss soll möglichst hoch ausfallen

In diesem Jahr wird festgelegt, wie der 1214 Hektar große Gemeindewald in den nächsten zehn Jahren bewirtschaftet werden soll. „Die Waldfunktion soll sichergestellt, ökologische und wirtschaftliche Aspekte in Einklang gebracht und ein möglichst hoher Überschuss für die Gemeinde erwirtschaftet werden“, sagte Suchomel. Angestrebt wird ein Nadelholzanteil von bis zu 60 Prozent.

Der Wald solle durch Mischbaumarten und viel Naturverjüngung geprägt sein, so der Forstexperte. Die Baumartenvielfalt müsse noch gesteigert und das Alt- und Totholzkonzept umgesetzt werden. Gradmesser für den Verbiss sei die Weißtanne. Abgeschlossen sei die Walderschließung.

Rüdiger Motzke stellte die Flächen vor, die im Zuge der Förderung durch das Programm „Klimangepasstes Waldmanagement“ stillgelegt werden müssen. Es handelt sich um 60 Hektar. „Mir ist es nicht schwer gefallen, diese Flächen zu finden“, sagte Motzke. Sie verteilen sich auf wenig ertragreiche und steile Lagen.

Stilllegung von ertragsarmen Waldflächen

Es handelt sich um Flächen unter anderem unterhalb vom Maien; am „Böllener Eck“; oberhalb von Seilemoos und am Steinbruch. Die Teilnahme am Programm des Bundeslandwirtschaftsministerium bringt der Gemeinde für die ersten zehn Jahre 104 000 Euro, für die zweiten zehn Jahre 6500 Euro.

Dem gegenüber stehen die Zertifizierungskosten – der Gemeindewald ist PEFC-zertifiziert – in Höhe von 3400 Euro. Dabei handelt es sich um das „Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen“ – also eine nachhaltige Waldwirtschaft.

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