Kleines Wiesental „Ohrenbetäubender Lärm - und keiner macht was“

Den Anwohnern der Landesstraße macht der Lärm durch rücksichtslose Motorradfahrer zu schaffen. Foto: Markgräfler Tagblatt

Kleines-Wiesental-Neuenweg - In einem offenen Brief beklagen Einwohner von Neuenweg die Verkehrssituation im Belchendorf. In einem Brief an das Landratsamt wird in erster Linie auf die Lärmbelästigung durch rücksichtslose Verkehrsteilnehmer, insbesondere durch Motorradfahrer schweizerischer und französischer Nationalität mit manipulierten Fahrzeugen hingewiesen.

Vor allem an Schönwetter-Wochenenden habe der Lärm massiv zugenommen. Im Brief, der von Hansjörg und Ursula Senn und weiteren fünf Personen aus Neuenweg unterzeichnet ist, wird auf gravierende Geschwindigkeitsübertretungen sowie auf ohrenbetäubenden Lärm aufmerksam gemacht. Beim Beschleunigen auf der durch den Ort führenden L 131 in Richtung Badenweiler sei es den Anwohnern nicht möglich, einen Aufenthalt außerhalb des Hauses ohne Beeinträchtigung der eigenen Gesundheit zu haben.

Das Problem sei bei den zuständigen Stellen offensichtlich nicht bekannt, „zumindest können wir in den letzten 25 Jahren keinerlei Maßnahmen erkennen, um dem rücksichtslosen Treiben mancher Verkehrsteilnehmer Einhalt zu gebieten“, heißt es in dem Schreiben. Dabei handele es sich bei Neuenweg um einen staatlich anerkannten Erholungsort.

Der Ortsvorsteher sei mehrfach auf die Problematik angesprochen worden. Er sehe allerdings keinen akuten Handlungsbedarf, so die Verfasser. Dies treffe indes nicht zu, wie Ortsvorsteher Klaus Worms auf Anfrage unserer Zeitung ausdrücklich betont. Im Gegenteil: Inhaltlich gehe er mit den Bürgern „voll d’accord“. Da es sich aber um eine Landesstraße handele, könne er selbst keine verkehrsregulierenden Maßnahmen ergreifen. Als Ortsvorsteher könne er das Thema auf die Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung setzen lassen und darauf hinwirken, dass es bei einer Verkehrsschau behandelt werde.

In der Sache gehe er voll mit den Bürgern, versichert Worms. Die Lärmbelästigung sei tatsächlich „furchtbar“. Durch die Ampel und die Baustelle werde die Lage durch dort wartende (und lärmende) Verkehrsteilnehmer noch verschärft. Es gebe Bürger, die sogar wegziehen wollten, hätten sie kein Eigentum, sondern würden in einer Mietwohnung leben, sagt Worms.

In ihrem Schreiben fordern Hansjörg und Ursula Senn die Behörden auf, durch gelegentliche Tempo- und Lärmkontrollen zumindest den Versuch zu unternehmen, die rücksichtslosen Verkehrsteilnehmer an die Straßenverkehrsordnung zu erinnern und in ihre Schranken zu verweisen.

„Sollte in nächster Zeit keine Reaktion seitens der Behörde erfolgen, werden wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, durch eigene geeignete Maßnahmen den Verkehrsfluss entsprechend zu beeinflussen“, so die Verfasser.

Lesen Sie das ePaper bis zum Jahresende für nur 39 Euro! Jetzt HIER anfordern.

  • Bewertung
    1

Umfrage

Impfung

Forscher hoffen darauf, dass in Deutschland schon Ende des Jahres ein Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Würden Sie sich impfen lassen?

Ergebnis anzeigen
loading