Kleines Wiesental Parkplatzaufwertung geht ins Geld

Gerald Nill
Der Nonnenmattweiher ist ein Besuchermagnet im Kleinen Wiesental. Die finanzschwache Gemeinde möchte dort Parkgebühren erheben, müsste aber erst einmal tief in die Tasche greifen, um den Parkplatz herzurichten. Foto: Gerald Nill

Die hohen Planungskosten für die Aufwertung des Parkplatzes am Nonnenmattweiher stießen in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch auf Kritik.

Von Gerald Nill

Kleines Wiesental. Im Zusammenhang mit der Einführung von Parkgebühren auf verschiedenen Parkplätzen im Kleinen Wiesental wurde im Gemeinderat darauf hingewiesen, dass insbesondere der Parkplatz am Nonnenmattweiher vor der Einführung von Gebühren instandgesetzt werden müsste. Tatsächlich weist der Parkplatz infolge seines Gefälles sowie der Nutzung für forstwirtschaftliche Zwecke starke Erosionserscheinungen auf. Generell ist die Wasserableitung auf der über 4000 Quadratmeter großen Fläche nicht geregelt.

Bürgermeister Gerd Schönbett informierte den Gemeinderat, dass die Verwaltung einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb mit einer Planskizze zur Aufwertung des Parkplatzes beauftragt hat. Die Firma legte ein Angebot in Höhe von 145 000 Euro vor, das ausgiebig von den Gemeinderäten diskutiert wurde.

Bürgermeister Schönbett schickte vorweg, dass derzeit Gespräche mit dem Naturpark Südschwarzwald laufen, ob unter bestimmten Umständen eine Förderung der Umbaumaßnahmen möglich ist. Klaus Worms, Ortsvorsteher von Neuenweg, kommentierte, er finde die Pläne schön, aber die Kosten in sechsstelliger Höhe überforderten die Gemeinde. „Wenn uns das Regierungspräsidium mit seiner Forderung nach Besucherlenkung am Nonnenmattweiher unter Zugzwang setzt, sollen sie uns auch finanziell unterstützen,“ so die Haltung von Worms.

Frank Weber, Gemeinderat aus Bürchau, sprach angesichts eines Parkplatzes für 145 000 Euro von „goldenen Wasserhähnen“. Und weiter: „Man muss bestimmt etwas machen, wenn man eine Parkgebühr verlangt, aber das ist überzogen“, so Weber.

Danach ergriff Klaus Worms nochmals das Wort. Der gestaltete Parkplatz am Nonnenmattweiher weise im Plan nur 88 Stellplätze auf. Das sei zu wenig, so der Neuenweger Ortsvorsteher, denn im Sommer würden an schönen Tagen sicher bis zu 500 Autos am gesamten Weg bis nach Heubronn parken.

Bürgermeister Schönbett antwortete zwar, dass eine gewünschte Besucherlenkung gleichzeitig auch eine Verkehrsreduzierung bedeute, aber in der Sache ist offenbar noch lange nicht das letzte Wort gesprochen.

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