Kleines Wiesental Punktabzug für jedes Luftbläschen

Ausgezeichnete Imker sind: (von links) Vorsitzender Willi Friedlin, Stefan Eiche, Fritz Brendlin, Heiner Imm, Christian Brendlin und der zweite Vorsitzende Urs Kunz. Foto: Gudrun Gehr

Kleines Wiesental - Die Angehörigen des Imkervereins im Kleinen Wiesental haben allen Grund, stolz auf die Qualität ihres Honigs zu sein. Daher hat man im Verein auch keine Scheu, sich überregional mit der Güte des erzeugten Honigs zu messen. Im regional erzeugten Honig spiegelt sich laut den Imkern die intakte Natur und die für die Bienen nahezu paradiesischen Verhältnisse.

Kurzerhand entschloss sich der Vorstand des Imkervereins Kleines Wiesental, die jedes zweite Jahr stattfindende Prämierung der Honigerzeugnisse anlässlich des badischen Imkertages am 13. und 14. April in Konstanz zu nutzen. Ohnehin hätte das Vorstandsteam die Hauptversammlung des badischen Landesverbandes als Delegierte besucht. So fiel der Entschluss, die Qualität des erzeugten Honigs im Wettbewerb mit 211 Teilnehmern aus Baden unter die Lupe nehmen zu lassen, leicht.

Vom Verein nahmen Christian Brendlin aus Wies-Demberg und Heiner Imm aus Tegernau mit ihrem im August des Vorjahres erzeugten Waldhonig an der Prämierung teil. Stefan Eiche aus Endenburg beteiligte sich mit Proben seines Waldhonigs. Fritz Brendlin aus Demberg nahm an der Prämierung mit einer Sommertracht, einem Waldhonig mit höherem Blütenanteil, erzeugt im Juli des Vorjahres, teil.

Qualitätswettbewerb des Honigs

Die Prüfung des eingesandten Honigs durch den Landesverbandes umfasst insgesamt 77 Kriterien. Bewertet wurden unter anderem die Reinheit des Honigs, die Etikettierung, der Wasser- oder Enzymgehalt und die Lagerbedingungen. Jeder Verunreinigungspartikel, sei er auch noch so winzig und jedes Luftbläschen ergab einen Punktabzug.

Offenbar, so Vorsitzender Willi Friedlin, gab die Artenvielfalt des Kleinen Wiesentals mit dessen intakter Natur und den vielen ergiebigen Waldrändern den Ausschlag für die guten Ergebnisse. Im voll besetzten Saal des Konzils in Konstanz wurden beim Festakt unter der Schirmherrschaft von Bettina Gräfin Bernadotte die erfreulichen Nachrichten für die Kleinwiesentäler Imker verkündet.

Christian Brendlin erzielte mit seinem produzierten Honig die Goldmedaille, die Produkte seines Vaters Fritz Brendlin wurden mit einer Silbermedaille prämiert. Ebenfalls mit einer Silbermedaille wurden Heiner Imm und Stefan Eiche ausgezeichnet. Alle Medaillengewinner erhielten zudem Ehrenurkunden.

Von den 211 Teilnehmern wurden 133 Imker mit Gold ausgezeichnet, 51 Teilnehmer erhielten die Silbermedaille und drei Imker wurden mit Bronze prämiert. 24 Teilnehmer erreichten nicht die Prämierungskriterien. Insgesamt spendete der Landesverband 250 Kilogramm Honig, der nicht für Probezwecke benötigt wurde, für einen sozialen Zweck.

Interesse an der Imkerei steigt

Die Imkerei erfreut sich steigender Beliebtheit. Dies schlägt sich auch in den Mitgliederzahlen des Imkervereins Kleines Wiesental nieder. Der aktive und wachsende Verein zählt derzeit 85 Mitglieder, darunter sind 45 aktive Imker. Ein Bauantrag für die Vergrößerung des Vereinsheims wurde diese Woche vom Ortschaftsrat Sallneck einstimmig genehmigt. Für Fort- und Weiterbildung der Hobbyimker ist gesorgt. Der nächste Kurs im Vereinsheim zum Thema „Königinnen-Zucht“ unter Leitung von Christian Brendlin beginnt am 14.Mai.“

Online findet man die Kleinwiesentäler Imker unter www.imkerverein-kleines-wiesental.de

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    1

Newsticker

blank

Umfrage

<!-- 'image.alt' is undefined -->

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Arbeitszeiterfassung Pflicht werden soll. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading