Kleines Wiesental. Harald und Daniel Senn aus Bürchau haben bei der Erfassung der Grenzsteine auf dem Bergrücken des Zeller Blauen archäologische Spuren im südlichen Umfeld der Holder-Schanze entdeckt. Dort soll ein großer Sperrwall gestanden haben, der sich 300 Meter nach Süden erstreckt und im Norden in einen kleineren übergeht und der mit 100 Metern Länge die südlichen und westlichen Schanzenbereiche zusätzliche sicherte. Aus diesen Entdeckungen, so Schanzenspezialist Werner Störk, lasse sich schließen, „dass der Schwerpunkt der als Defensivsystem errichteten Holderschanze vor allem im Süden und im Südosten lag“. Dort sicherten laut Störk beidseitige Stellungen den Aufstieg vom Steine­hof-Tobel – der wichtigsten Aufstiegsroute französischer Truppen. Störk: „Sie kamen entweder von Neuenburg über die Sirnitz und durch das Klemmbachtal oder rückten von Hüningen aus über Kandern und Tegernau durch das Kleine Wiesental vor, um so den schwer gesicherten Hau-Pass zu umgehen.“ Störk nahm einen Gemarkungsplan von 1767 mit der damals bekannten Schanzlinie zur Hand und fand darin auch die nun erstmals exakt zuweisbare Winkelform. „Klar ist“, so der ehemalige Lehrer, „dass nunmehr die gesamte Verschiebungsfläche von WEA 1 in voller Länge auf historischem Gelände und auf einem denkmalgeschützten Areal liegt.“ „Die Holderschanze ist ein interessantes Unikat und Teil eines wertvollen Ensembles, das sie mit den einst vier Schanzen auf dem Hau-Pass bildet“, lautet sein Fazit.