Kleines Wiesental Skulptur für „Sagenwegvater“ Pohl

Nach über sechs Jahren Planungs- und Realisierungszeit war es soweit: Der Tourismusverein Kleines Wiesental konnte mit der Gemeinde den Sagenweg zwischen Tegernau und Wies einweihen und seiner Bestimmung übergeben.

Von Ralph Lacher

Kleines Wiesental. Bei herrlichem Spätsommerwetter geschah dies in mehreren Etappen - mit einer Eröffnungs-Festlichkeit auf dem Tegernauer Rathausplatz, dem Startpunkt des Sagenwegs und dann mit einem rund zweistündigen Marsch den Weg entlang zum Abschlusshock beim Endpunkt Dorfgemeinschaftshaus in Wies.

In seiner Eröffnungsansprache erinnerte Hubert Pohl, Tourismusvereinsvorsitzender und „Sagenweg-Vater“, an die Ursprünge des Sagenwegs, nämlich entsprechende Ausführungen von Vereinsmitglied Beatrice Kaltenbach-Holtzmann aus Lörrach zur Sage von der Schweizermühle Kleines Wiesental bei der Sonnwendfeier im Juni 2015.

Eine schier unendliche Geschichte auch von Zulassungen, Prüfungen und Genehmigungen durch diverse Fachbereiche des Landkreises wie Waldwirtschaft, Straßenmeisterei und Umwelt, Naturschutz und Wasserrecht begann 2016 ebenso wie die konkreten Arbeiten am Projekt. In diesem Zusammenhang dankte Pohl vielen Unterstützern, etwa Kurt Geiser, Wolfgang Wagner, Horst Leisinger, den Feuerwehren Tegernau und Sallneck, Wolfgang Grether, Rainer Schwald, Jugendlichen der Einrichtung „Höfe am Belchen“, Novartis-Mitarbeitenden und dem Internet-Portal „workaway“.

All die Genannten werkelten an Brücken über die Köhlgartenwiese und die diversen Bachläufe, fertigten Tische, Bänke und zahlreiche Wegweiser sowie sonstige Tafeln. Im Zusammenhang mit den Arbeiten dankte Pohl auch den Vorstandsmitgliedern Dorothea Giesin, Tina Dreher und Judith Roser, den Gasthäusern „Sennhütte“, Schwand, „Krone“, Wies, und „Hirschen“, Sall­neck, für die Verköstigung der Helfer.

Ganz besonders gelobt wurde Remko Brouwer von der Stadtverwaltung Schopfheim, der als Baufachmann stets die passende Lösung auch für knifflige Gewerke wusste.

Tegernaus Ortsvorsteher Ernst Kallfass nahm die notwendigen Vermessungen vor. Im Arbeitsteam fast immer mit dabei waren Johannes Elger und Vera Hohenwaldt aus Schwand, Nele Maas aus Tegernau, Lukas Kiefer aus Schönau, Hannes Kumke aus Raitbach, Anne-Catrin Feige aus Lörrach sowie Armin Bess aus Efringen-Kirchen. Materialspenden gab es von Obi Freiburg und Wolfgang Kempf aus Wies.

In seine Dankesworte schloss Pohl auch Bürgermeister Gerd Schönbett, den Gemeinderat, Martina Hinrichs vom Landratsamt Lörrach, Stabstelle Strukturpolitik und Tourismus, Kreisrat Herbert Baier aus Bürchau, die Mitarbeitenden des Biosphärengebietes Schwarzwald, die Volksbank Dreiländereck, die Sparkasse Wiesental, den Naturpark Südschwarzwald, den Schwarzwaldverein, den Eigentümern von Wald und Wiesen, durch die der Weg führt, sowie die in Sachen Sagentafeln verantwortlich Planenden von Bauwerk Neuenburg ein. Die Sagenschilder wurden von Künstlerin Nicole Plietzsch aus Hausen gestaltet. Und Holzbildhauer Ingo Rümmele aus Zell stellt Skulpturen entlang des Sagenweges auf.

Bevor sich die muntere Schar der Einweihungsgäste auf den rund 5,4 Kilometer langen Sagenweg machte, überreichte Pohls Stellvertreter im Tourismusverein, Jürgen Grether, eine Rümmele-Holzskulptur mit dem Konterfei von Pohl und dem Schriftzug „Sagenweg-Vater“.

Auf dem rund zweistündigen Marsch vom Ausgangspunkt des Sagenweges bis zu dessen Endpunkt in Wies äußerten sich alle Mitwandernden beeindruckt von der Gestaltung des Weges. Der ist als zentrale Talverbindungsachse des Köhlgartenwiesentals in das Netz der Schwarzwaldwanderwege aufgenommen und zusätzlich durch diesen beschildert.

Auf den 5,4 Kilometern werden 150 Höhenmeter zurückgelegt. Mit Fahrrad oder Kinderwagen ist der Weg nicht benutzbar. In der Mitte des Weges befindet sich am Stauweiher ein Grillplatz und auf insgesamt zehn Tafeln werden die drei Sagen von der Schweizermühle, der Kräuterfrau und der Mühle am Sagengrund erzählt. Auf weiteren sechs Thementafeln wird über Wissenswertes über das Kleine Wiesental anno dazumal informiert.

Bürgermeister Gerd Schönbett sagte, dass der Sagenweg so etwas wie ein Symbol für das Tal und seine Menschen sei.

Die Kleinwiesentäler, aber auch Gäste von auswärts und dabei besonders Familien mit Kindern bekämen mit dem Weg die Geschichte des Tales mit deren kulturellen Ursprüngen, aber auch die Natur und die Notwendigkeit des Erhalts und Schutz derselben in diesem Landstrich näher gebracht, meinte Schönbett. Die Attraktion für Naherholungssuchende und Urlaubsgäste ermögliche gleichzeitig ein Näherrücken der Dörfer in der Einheitsgemeinde.

Pohl sagte in diesem Zusammenhang, dass alljährliche Projekte mit Kindern und Familien geplant seien, der Sagenweg auch durch Neuerungen lebendig gehalten werden soll.

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