Kleines Wiesental. Mit einer dritten Begehung schlossen Revierleiter Rüdiger Motzke und Schanzenspezialist Werner Störk ihre Erkundungen rund um das Gewann Wolfsacker ab. Interpretierte man anfänglich noch die wuchtigen Steinwälle als mögliche Wallanlage zum Schutz der auf der ersten Kuppe möglichen Alarm- und Signalfeuerstation, würde mit zusehender Erkundung deutlicher, dass es sich um einen frühen Terrassenanbau handeln könnte, der den Westhang mit durchschnittlich fünf langgestreckten Steinwall-Terrassen (Höhe: 80 Zentimeter bis mehrere Meter) überzieht.

Die in den Hang gesetzten Wallmauern stellen nach Ansicht von Störk ein besonderes Landschaftsmerkmal dar und zeugen vom kulturellen Erbe dieser Region. „Daher genießen sie fraglos den rechtlichen Status von Boden- und Kulturdenkmalen. Dies ist insofern von übergeordnetem Interesse, da diese Terrassenanlage genau an der Verschiebefläche des geplanten Windpark-Standorts ’Tannenkopf’ liegt. Und als archäologische Fundsituation beziehungsweise möglicherweise schützenswertes Artefakt von den Behörden oder Investoren mit keinem Wort erwähnt wurde.“