Kleines Wiesental-Neuenweg. (chs). Den Vorträgen am Vormittag (siehe Bericht links) schloss sich eine Exkursion am Nachmittag an. Werner Störk führte die Zuhörer vom Wanderparkplatz Hau bis zur Holderschanze. Durch die Schanze läuft die Grenzlinie zwischen Böllen und Neuenweg.

Palisaden umgrenzten die Schanzen, die zum Teil von nur 20 Soldaten besetzt waren. „Der Angriff auf eine Schanze war lebensbedrohlich“, so der Heimatforscher. Er verweist auf die eisernen Fußangeln und die Wolfsgruben nahe den Schanzen. Die Truppeneinheiten in den weit voneinander entfernten Verteidigungsbauwerken kommunizierten mittels Feuern, um beispielsweise eine gemeinsame Truppenverlegung durchzuführen.

Störk bekräftigte noch einmal seine Ansicht, dass der geplante Bau einer Windkraftanlage nahe der Holderschanze im Widerspruch zu den Interessen des Denkmalschutzes stehe.

„Die Hälfte der südlichen Holderschanze ist tangiert. Die Holderschanze blutet aus“, so Störk. Die Windkraftbefürworter verweisen darauf, dass die Schanze kein K.O.-Kriterium für den Bau einer Windkraftanlage ist. Als Vertreter der Elektrizitätswerke Schönau nahm Vorstand Rolf Wetzel an der Exkursion teil.

Einige Gruppen machten sich nach Vortrag auf den Weg, einige Kleindenkmale in einen Erfassungsbogen für Grenzsteine einzutragen. In diesem Bogen wird die Form des Kopfes dokumentiert, wie der Zustand des Denkmals ist, wo es liegt und wie groß es ist.