Etwa seit 15 Jahren richten die Wiesleter Modellflieger im Sommer einen Ferientag für Kinder aus. In diesem Jahr ließen sich sechs potentielle Hobbypiloten im Alter zwischen sieben und 14 Jahren auf dem Vereinsgelände unterhalb der Deponie Scheinberg einweisen in die Kunst des Fliegens.

Von Gabriele Poppen

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Wieslet. Auf den ersten Flug warteten schon Leonie und ihre Freundin Lynn (neun beziehungsweise zehn Jahre jung), die das Modellfliegen „einfach mal ausprobieren“ wollten.

„Das erste Mal wäre der Flieger fast im Baum verschwunden“, sagt der elfjährige Johannes, der seinen Premieren-Flug bereits absolviert hat, „aber danach ging’s gut.“

Doch bevor die Modelle in den realen Himmel aufsteigen konnten, wurde im Vereinshäuschen am sehr beliebten Laptop-Simulator geprobt, wie Seiten-, Höhen- und Querruder am virtuellen Flieger reagieren, wenn man dieses oder jenes Hebelchen in diese oder jene Richtung bewegt.

Und ganz entscheidend dabei auch, mit wie viel Schwung oder besser gesagt, mit wie viel nötigem Fingerspitzengefühl.

Denn, schwupps, fällt das virtuelle Fluggerät auch schon mal trudelnd vom Himmel, wenn man die Ausschläge auf der Steuerung nicht passend aufeinander abstimmt.

Dieses Problem hatten die Kinder aber kaum, denn schnell war das Prinzip begriffen, und es konnte ran gehen an den Flug mit dem echten Modell, unter Anleitung des Vorsitzenden Michael Metzger und von Bernd Metzger. Zur Sicherheit waren die Fernsteuerungen der Kinder über Funk, über Lehrer-Schüler-Steuerung, mit der des Betreuers verbunden, so dass bei Bedarf vom erfahrenen Piloten eingegriffen und ein Flugzustand notfalls korrigiert werden konnte.

Und in der Realität zu fliegen war dann doch noch mal ein Unterschied zum Simulator, wo man einfach mal selber machen kann, ohne Konsequenzen zu fürchten.

Am Ende wurden aber alle Schulungsmodelle von den Pilotinnen und Piloten wieder heil und sicher auf der grünen Wiese gelandet.