Von Paul Berger

Kleines Wiesental-Wieslet. Sowohl die Piloten als auch die zahlreichen Zuschauer kamen beim Modell-Helikopter-Flugtag, veranstaltet von der Modellfluggruppe Wieslet, vergangenes Wochenende voll auf ihre Kosten.

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Auf dem Modellfluggelände am Scheinberg führten am Samstag und Sonntag zehn erfahrene Teilnehmer, vornehmlich aus Deutschland und der Schweiz, bei einer Showflugveranstaltung ihre technisch aufwendigen Fluggeräte vor.

Bewusst klein gehalten habe man den Teilnehmerkreis, wie Heli-Beauftragter Stefan Metzger deutlich machte. Dadurch wurde es den Piloten ermöglicht, ihre mitgebrachten Fluggeräte optimal zu präsentieren. Gerade bei Helikoptern ist das Steuern nicht ganz unproblematisch. Um die Maschinen sicher in der Luft zu führen, sind neben flugtechnischer Erfahrung auch Fingerspitzengefühl und nicht zuletzt allerhöchste Konzentration gefragt.

Friedhelm Schultheiß, Vorsitzender der Wiesleter Modellflieger, verglich dies mit dem „Balancieren auf einer Kugel, bei dem schon ein winziger Fehler Folgen haben kann“. Hinzu kommt bei den Flugmodellen, der Pilot selbst sitzt nicht im Flugzeug, sondern muss die Maschine über Sichtkontakt vom Boden aus steuern. Zu den weiteren Schwierigkeiten für die Piloten, so Schultheiß, gehört es, den Wind richtig einzuschätzen. Denn auch dieser kann einem Flugmodell in der Luft durchaus gefährlich werden. Im Grunde gelten für Modellflugzeuge die gleichen aerodynamischen Bedingungen wie für normale Flugzeugen, erklärt er.

Umso mehr staunten die zahlreichen Zuschauer am Scheinberg über die  gezeigten Vorführungen. Wie bei den großen Vorbildern, hoben die Flugmodelle sanft vom Boden ab und gewannen schnell an Höhe. Ebenso beeindruckte die Wendigkeit, mit der die Maschinen flogen. Dies alles setzt ein hohes Maß an Können und Erfahrung voraus. Auch die Sicherheit der Zuschauer muss bei solchen Vorführungen berücksichtigt werden, weshalb das Fluggelände durch einen hohen Zaun gesichert ist. Einer ausgereiften Technik, modernen Steuerungsgeräten sowie der Umsicht und Erfahrung der Piloten ist es zu verdanken, dass es nach Aussage von Stefan Metzger bislang nie Unfälle gab. Auch die Piloten sind daran interessiert, ihre Maschinen heil und unversehrt wieder landen zu lassen.

Beim Betrachten der detailgetreuen Flugmodelle, die allesamt große, bekannte Maschinen zum Vorbild haben, tut sich eine erstaunliche Welt auf. Die meisten Modelle sind diesen oft bis ins kleinste Detail präzise nachgebaut. Stefan Metzger investierte nach eigenen Angaben gut 600 Arbeitsstunden in den Bau seines LAMA SA 315 B. Doch der Spaß am Fliegen entschädigt ihn für diesen enormen Einsatz.

Am 20. Juli wollen die Heli-Piloten aus Wieslet bei einer Flugschau in Herten erneut ihr Können unter Beweis stellen.