Kleines Wiesental „Wir kommen, weil man uns braucht“

Der Florianssaal der Neuenweger Feuerwehr war zur Jahreshauptversammlung mit den Feuerwehrangehörigen des Kleinen Wiesentales und den Gästen bis auf den sprichwörtlich letzten Platz gefüllt.

Von Gudrun Gehr

Kleines Wiesental. Nach der Begrüßung durch Kommandant Thorsten Hornsteiner wurde mit einer Schweigeminute der verstorbenen Feuerwehrangehörigen gedacht.

Rückblick

Auf ein aktives Jahr konnte der Kommandant zurückblicken. Die Feuerwehr des Kleinen Wiesentals hat derzeit 259 Mitglieder, davon sind sieben Angehörige weiblich. 176 Personen sind in der Einsatzabteilung. 48 Jugendliche und 35 Kameraden in der Altersmannschaft unterstützen weiterhin die Freiwilligen. Insgesamt erfolgten 54 Einsätze, davon neun Brandeinsätze, 34 Mal leistete man technische Hilfe und elf Rettungseinsätze.

Hornsteiner meinte: „Wir dürfen stolz sein, insgesamt zwölf Menschenleben gerettet zu haben.“ Der Kommandant beschrieb einige der Einsätze näher: „Am 13. Januar drohte ein Rettungswagen in Bürchau einen Hang herabzurutschen, in welchem sich eine stark gefährdete Patientin befand. Mit großem Aufwand wurde geholfen, so dass ein Rettungshubschrauber eingesetzt werden konnte.“ Und weiter: „Bei allen Einsätzen muss man sich überlegen, dass wir diese Leistungen zu allen Tages- und Nachtzeiten freiwillig erbringen. Wir bekommen hier nichts dafür, aber machen es trotzdem gern. Wir kommen, weil man uns braucht.“

Auch auf zahlreiche Übungen konnte Hornsteiner zurückblicken. Herausragend war eine Großübung in Demberg, ausgerichtet von der Feuerwehr Wies.

Hornsteiner sagte: „Das, was die Abteilungen für das Dorfgeschehen beitragen, ist unersetzlich.“

Einsatzbekleidung

Bis zum nächsten Jahr werden neue Einsatzjacken beschafft, so dass jeder Feuerwehrmann darüber verfügen kann. In den Jahren 2022 bis 2024 wird neue Einsatzbekleidung, darunter Tagdienstkleidung und Ausgehuniform, erworben. Unter Beifall der Kameraden präsentierten einige Freiwillige die künftige Bekleidung. Auch der „oberste Feuerwehrmann“ der Gemeinde, Bürgermeister Gerd Schönbett, erhielt eine neue Einsatzjacke, damit ihm ein ungehinderter Zutritt zu den Einsatzstellen möglich ist.

Schriftführer

Schriftführer Jochen Schwald berichtete detailliert über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Sieben Mal wurde zum Truppmann, neun Mal zum Sprechfunker, einmal zum Atemschutzgeräteträger und drei Mal zum Maschinisten ausgebildet.

Kasse

Genau 40 Sekunden benötigte Kassierer Patrick Ziegler, um unter lautem Beifall seiner Kameraden von der Verdreifachung des Kassenstandes zu berichten. Kassenprüfer Bernd Haas hatte die Kasse geprüft. Durch Bürgermeister Gerd Schönbett erfolgte die Entlastung des Kassierers.

Jugendfeuerwehrwart

Ralf Grether berichtete von der Gründung einer neuen, sechsten Jugendgruppe im Kleinen Wiesental. In Bürchau fanden fünf Jugendliche zur Jugendfeuerwehr. Zehn Übungen wurden absolviert. Auch konnte die Leistungsspange in Schönau abgenommen werden. An Spieleläufen in Fröhnd und Utzenfeld wurde erfolgreich teilgenommen. Für das Kreiszeltlager in Endenburg wurde das Motto „Wildwest“ gewählt, das Verpflegungszelt entpuppte sich als Saloon. Am Weihnachtsmarkt in Tegernau wurde ein Stand mit Glühwein betrieben. Dieses Jahr findet turnusmäßig kein Zeltlager statt, es erfolgt eine 24-Stunden-Übung.

Ehrungen

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Dietmar Fink nahm die Ehrungen vor. 13 Kameraden mit 15 Dienstjahren wurden mit dem bronzenen Ehrenabzeichen und Urkunde gewürdigt. Für 25 Jahre aktiven Dienst ehrte Fink mit dem silbernen Ehrenzeichen und Ehrenurkunde Thorsten Hornsteiner. Dieser trat 1990 in die Jugendfeuerwehr ein. Bis 2018 absolvierte der engagierte Brandmeister verschiedene Führungspositionen und ist seitdem als Kommandant der Feuerwehr Kleines Wiesental eingesetzt. Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Manfred Kuttler aus Raich mit dem goldenen Ehrenabzeichen geehrt. 1980 trat der Jubilar in die Feuerwehr ein, absolvierte verschiedene Lehrgänge und wurde 1996 Hauptfeuerwehrmann. Dietmar Fink brachte seine Laudatio auf einen kurzen Nenner: „Er ist immer da, wenn er gebraucht wird.“

Grußworte

Bürgermeister Gerd Schönbett bedankte sich für die Leistungen und Präsenz der Kameraden und freute sich insbesondere über die Zugänge bei der Jugendfeuerwehr.

Grußworte kamen ferner von Bruno Schmidt, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, von Torsten Weinstein (stellvertretender Feuerwehrkommandant von Zell/Wiesental), Klaus Worms (Ortsvorsteher Neuenweg), Stefan Mazur (DRK Maulburg-Kleines Wiesental), und Sebastian Pfeifer (Technisches Hilfswerk, Ortsverband Schopfheim).

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