Kleines Wiesental Ziel muss sein, Kräfte zu bündeln

CDU-Vorsitzender Dieter Vollmer, Bad Bellingens Bürgermeister Carsten Vogelpohl sowie Kurgeschäftsführer Dennis Schneider (von links) bei einer Informationsveranstaltung der CDU. Quelle: Unbekannt

Beim Tourismusverband Kleines Wiesental besteht grundsätzlich die Bereitschaft, an einer interkommunalen „Kooperation Südschwarzwald“ mitzuwirken. Dies wurde bei einer Informationsveranstaltung, zu der der CDU-Ortsverband Kleines Wiesental eingeladen hatte, deutlich.

Kleines Wiesental (dv). Auch der Bürgermeister der Gemeinde Kleines Wiesental, Gerd Schönbett, kann sich eine „Kooperation Südschwarzwald“ durchaus vorstellen. Endgültig darüber entscheiden werde der Gemeinderat im kommenden Herbst.

Der CDU-Vorsitzende Dieter Vollmer konnte neben dem Bad Bellinger Bürgermeister Carsten Vogelpohl auch den Kurgeschäftsführer Dennis Schneider begrüßen.

Carsten Vogelpohl berichtete von einer neuen Kooperation im Tourismusmarketing, die von Bad Bellingen ausgehend ein Angebot für den gesamten Landkreis Lörrach sowie den Raum Müllheim-Badenweiler entwickelte. „Warum haben wir diese Initiative entwickelt?“, so Vogelpohl. Weil Bad Bellingen eine der größten touristischen Akteure in der Region sei und das einzige Heilbad im Landkreis Lörrach habe. Trotz alledem seien auch die Kräfte von Bad Bellingen endlich. Hintergrund sei auch die Tatsache, dass im letzten Jahrzehnt die Übernachtungen in Deutschland und Baden-Württemberg um rund 25 Prozent gestiegen seien. In Bad Bellingen waren sie jedoch um rund 20 Prozent rückläufig.

Man habe in den Jahren 2018/2019 ein neues Tourismuskonzept erarbeitet, das zu einer Vertiefung von Kooperationen ermutigte. Auch das Land Baden-Württemberg definiere als Oberziel, Kräfte zu bündeln. Bemängelt wurde dabei, dass eine Vielzahl von touristischen Organisationen auf regionaler und lokaler Ebene vorhanden seien. Es entstünden dabei überflüssige Konkurrenzeffekte. Aus fachlicher Sicht wäre die Bildung größerer Einheiten auf jeden Fall sinnvoll. Darüber hinaus wird die Einflussnahme der Politik vielfach als Hindernis empfunden. Zu bedauern sei auch die geringe finanzielle Ausstattung. Auch Landrätin Marion Dammann habe die interkommunale Zusammenarbeit positiv bewertet.

Bad Bellingens Kurgeschäftsführer Dennis Schneider erläuterte den Besuchern im Anschluss die Tätigkeitsfelder des Werbeverbunds Südschwarzwald. Im Mittelpunkt stehe dabei der Aufbau und die Entwicklung gemeinsamer Marktstrategien für touristische Angebote und Leistungen und der Leistungsträger in den Zuständigkeitsbereichen der Mitglieder; des Weiteren gehe es um die Förderung, Unterstützung und Koordination lokaler, regionaler und grenzüberschreitender touristischer Projekte. Der Betrieb und die Gestaltung von Internetauftritten und Social-Media-Portalen soll abgestimmt werden. Weiterhin gelte es, die Organisation von Messeauftritten zu gestalten. Auch die Klassifizierung von Privatunterkünften, Ferienwohnungen und Ferienhäuser nach dem Klassifizierungssystem des Deutschen Tourismusverbandes sollte angestrebt werden. Was die Zeitplanung angehe, soll die Findungsphase sowie die Akquise von Mitgliedern zwischen 2020 und 2022 stattfinden, hieß es. Zwischen dem kommenden Herbst und Sommer 2022 soll ein sogenanntes Positionspapier erstellt werden. Im Sommer 2022 soll dann die Entscheidung über eine langfristige Zusammenarbeit erfolgen.

Im Rahmen der Veranstaltung konnte der CDU-Vorsitzende Dieter Vollmer auch die Rheinfelder Bürgermeisterin und CDU-Bundestagskandidatin Diana Stöcker begrüßen. Sie nannte den Tourismus einen sehr wichtigen Faktor im Dreiländereck. Sie begrüßte ausdrücklich die Überlegungen zu einer interkommunalen Zusammenarbeit in der Region.

In der anschließend rege geführten Diskussion zeigten sich mehrere Teilnehmer durchaus offen für eine Zusammenarbeit. Auch Bürgermeister Gerd Schönbett sprach von einer ernst zu nehmenden Option.

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