Kreis Lörrach ­­­­Einbruchschutz

Die Oberbadische
Kreis Lörrach (pad). Ein Einbruch in die eigenen vier Wände ist für viele Menschen ein großer Schock. Die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, sind für die Betroffenen meist schlimmer als der rein materielle Schaden.

Durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik können jedoch viele Einbrüche verhindert werden. Die Initiative K-Einbruch von Polizei und Wirtschaft informiert darüber, wie man das Zuhause wirkungsvoll schützen kann und welche Sicherungstechnik im Einzelfall geeignet ist. Gerne wird hierzu auch in Ausstellungen zum Thema Einbruchschutz bei Fenstern und Türen sowie mögliche staatliche Fördermittel beraten.

Die staatliche Förderung für einbruchhemmende Maßnahmen wurde in den vergangenen Jahren verbessert. Wer Wohnung oder Haus gegen Einbrecher sichern möchte, kann bei der KfW bereits Zuschüsse ab einer Investitionssumme von 500 Euro beantragen. Investitionen in einbruchhemmende Haustüren werden in der Regel für die ersten 1000 Euro mit 20 Prozent gefördert, darüber hinaus dann mit zehn Prozent. Maximal beträgt die Höhe der Zuschüsse 1600 Euro pro Objekt. Der Einbau neuer einbruchhemmender Fenster und Balkon- oder Terrassentüren wird ebenfalls über ein Förderprogramm bezuschusst.

Mit dem Wechsel von der Sommerzeit in die Winterzeit steigt die Anzahl der Einbrüche erneut an. Aus diesem Grund fand im Jahr 2015 zum ersten Mal der „Nationale Tag des Einbruchschutzes“ statt. Die Polizei beteiligt sich seither landesweit aktiv an der Sensibilisierung der Bevölkerung.

Viele Menschen sind sich der Schwachstellen im eigenen Haus nicht bewusst. Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass viele Einbruchsopfer froh gewesen wären, wenn sie darüber informiert worden wären, wie einfach bei ihnen eingebrochen werden kann.

Ein Einbruch bedeutet nicht nur einen großen Sachschaden, sondern auch einen Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen. Dieser ist für viele Einbruchsopfer besonders traumatisierend – Schlafstörungen, Ängste und Ekel sind nur einige der Folgen.

Einbrecher suchen nicht nach Wohnungen und Häusern, die besonders reiche Beute versprechen. Denn diese sind in der Regel besser gesichert, so dass das Risiko für Eindringlinge bei solchen Coups deutlich ansteigt. Ein durchschnittlicher Einbrecher sucht sich Objekte aus, die einen leichten und risikoarmen Einbruch vermuten lassen. Sind Fenster oder Türen so angebracht, dass diese von der Straße oder von Nachbarn nicht eingesehen werden können, so sind sie bei Einbrechern besonders beliebt.

Doch auch über das Treppenhaus und die Wohnungstür werden viele Einbrüche verübt. Hier bevorzugen Einbrecher entweder die unterste oder die oberste Etage. Im Erdgeschoss sind die Fluchtmöglichkeiten am besten. Im Dachgeschoss hingegen ist die Gefahr, zufällig entdeckt zu werden, minimal.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich vor Einbrechern zu schützen. Vor allem im freistehenden Eigenheim ist es besonders wichtig, den Einbrechern so wenig Angriffsfläche wie nur möglich zu bieten. Zum einen kann man dafür sorgen, dass Fenster und Türen gut einsehbar sind und beispielsweise nicht durch Pflanzenbewuchs von der Umgebung abgeschirmt werden.

Auch eine umfassende und helle Beleuchtung des Hauses stellt in der Nacht einen wirksamen Schutz dar, stehen die Einbrecher dann doch auf dem Präsentierteller. Doch die wenigsten Einbrüche finden in der Nacht statt. Denn zu diesem Zeitpunkt sind die Bewohner in der Regel zuhause. Einbrecher warten lieber, bis für die Arbeit das Haus verlassen wurde, ehe sie zuschlagen.

Man kann das Haus auf verschiedenen Ebenen absichern, um Einbrüche zu erschweren und im Falle eines Einbruchsversuchs gewarnt zu werden. So sind mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern ebenso zu empfehlen wie die Installation einer Alarmanlage, welche die Betroffenen oder die Polizei bei einem Einbruch benachrichtigt.

Viele dieser Lösungen erscheinen erst einmal teuer, doch wenn man nach und nach das Heim umrüstet, wird der Zugriff für die Einbrecher immer schwieriger.

Haustüren und auch Wohnungstüren sollten immer einen guten und umfassenden Einbruchschutz bieten. Dies bedeutet im Regelfall, dass die Türe nicht von außen aufgehebelt werden kann. Moderne Türen bieten umfassende Sicherheitskonzepte, bei welchen der Eingang an mehreren Punkten im Bauwerk gesichert ist.

Das Schloss und der Schließzylinder sollten ebenfalls den hohen Ansprüchen genügen. So sollte es den Einbrechern unmöglich gemacht werden, das Schloss aufzubohren oder mit roher Gewalt in den Innenbereich zu gelangen.

Alarmanlagen können eine gute, zusätzliche Sicherheit bieten. Vor allem, seit die moderne Kommunikationstechnologie für eine starke Bewegung auf den Märkten gesorgt hat.

Mussten früher noch extrem hohe Beträge in eine umfassende Sicherungsanlage investiert werden, so kann man bereits jetzt mit geringen Kosten eine funktionelle und gute Lösung finden, die sich beispielsweise über das WLAN mit dem Smartphone verbinden lässt. Viele dieser Systeme sind sogar mit Kameras ausgestattet, so dass bei Warnungen die Wohnung digital kontrolliert werden kann.

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