Kreis Lörrach Anerkennung für soziales Engagement

Die Hieber Stiftung hat wieder zahlreiche Projekte im Landkreis Lörrach mit einer finanziellen Unterstützung bedacht. Foto: Michael Werndorff

Kreis Lörrach - Die Firma Hieber ist in der Region fest verwurzelt und will den Menschen etwas zurückgeben, wie Inhaber Dieter Hieber bei der jüngsten Verleihung des Hieber-Stiftungspreises sagte. Jetzt wurden wieder Institutionen für ihr soziales Engagement ausgezeichnet und mit einer finanziellen Unterstützung bedacht.

„Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung in der Region bewusst und wollen dieser auch gerecht werden“, sagte Hieber in der gleichnamigen Akademie im Lörracher Markt. Die Hieber-Stiftung stehe mit einem aktuellen Vermögen von insgesamt rund 340 000 Euro gut da, im vergangenen Jahren kamen mehr als 50 000 Euro zusammen, erläuterte Dieter Hieber, der mit Dieter Halder, Manfred Sütterlin und Ulrich May das Stiftungskuratorium bildet. Die Stiftung wurde im Jahr 2009 gegründet und setzt sich für die Förderung des Jugendsports und mildtätige Zwecke für sozial Benachteiligte ein. „Für besonderes Engagement und auch Leistungen im Bereich der Jugendarbeit sowie des Jugendsports vergeben wir einmal jährlich den Stiftungspreis“, erklärte der Firmeninhaber.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Aktion „Mehr Raum für Ben“, bei der das Unternehmen mit Handwerksfirmen in der Region und durch Spendengelder ein behindertengerechtes Zuhause für einen fünfjährigen Jungen aus Kandern-Tannenkirch schuf, will man jetzt der ebenfalls behinderten vierjährigen Samira helfen.

Mit Spendenbons helfen

Mit Spendenbons habe man bereits 15 000 Euro gesammelt, hofft Hieber auf die weitere Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Für die bereits geleistete Hilfe bedankte sich Dieter Hieber.

Jetzt hat das Stiftungskuratorium erneut soziales Engagement mit insgesamt 10 500 Euro gefördert: 1500 Euro erhielt das Projekt „Erinnerungsgruppen“ des St. Josefshauses. Hier hilft Nina Thoem­mes Kindern und Jugendlichen, die ein Familienmitglied verloren haben. Familien seien oft in finanziellen Notlagen, wenn ein Elternteil sterbe, wie von den Verantwortlichen zu erfahren war. Leider sei es noch ein langer Weg, bis Trauerarbeit von den Krankenkassen getragen werde.

Ebenfalls 1500 Euro erhielt das Familienzentrum Kinderland Lörrach für das Projekt „Nicht nur zur Weihnachtszeit“. Während bisher zur Weihnachtszeit Kinder von bedürftigen Familien mit Kleidung und Lebensmittelgeschenken bedacht wurden, soll angesichts der steigenden Nachfrage eine Essenspartnerschaft etabliert werden. „Es gibt viele Familien, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, hieß es von den Initiatoren.

Die „Internationale Kreative Nähwerkstatt“ der evangelischen Chrischona-Gemeinde in Riehen, bei der Frauen und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zusammenkommen, ist ausschließlich spendenfinanziert und wurde mit 1000 Euro bedacht.

Denselben Betrag erhielt der Bosporus FC Friedlingen, der Kraftsportverein Lörrach für seine Abteilung „Kraftwerkstatt“, in der Athleten verschiedenster Disziplinen trainieren, und die Turnerschaft Langenau. Sie legt den Fokus auf Kinder, Jugendliche und Schüler, die altersgerecht trainieren können. Erneut bedacht wurden die Tafeln (Dreiländerecktafel Lörrach/Rheinfelder Tafel, Schopfheimer, Staufener und Markgräfler Tafel) mit jeweils 500 Euro. Mit ihnen arbeitet das Unternehmen zusammen, um zu verhindern, dass nicht mehr ganz so frische Ware weggeworfen wird, wie der Inhaber sagte.

Die Spielvereinigung Alemannia 08 Müllheim wurde ebenfalls bedacht, die Scheckübergabe erfolgte im Rahmen der Neueröffnungsfeier am 18. März.

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