Kreis Lörrach Angebot kommt bei Eltern an

Freuen sich über den finanziellen Zustupf (v.l.): Heike Roese-Koerner, Michael Trost, Babylotsin Vera Stächelin sowie Rainer Liebenow, Beate Fahrnländer und Christian Mauch vom Rotary-Club. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach (wer). Der Rotary-Club hat dem Lörracher St-Elisabethen-Krankenhaus seine Jahresspende in Höhe von 12 000 Euro zukommen lassen. Der finanzielle Zustupf soll dazu beitragen, das Pilotprojekt Babylotsin, dessen Anschubfinanzierung Ende des Jahres ausläuft, fortführen zu können.

Seit Juli 2016 informiert Babylotsin Vera Stächelin frischgebackene Eltern über die Angebote der frühen Hilfen im Landkreis und stellt mithilfe eines Fragebogens fest, ob zuhause alles für das neugeborene Kind vorhanden ist. „Bei 2300 Geburten im „Eli“ werden rund 80 Prozent der Familien durch das niederschwellige Angebot erreicht“, wie Verwaltungsleiterin Heike Roese-Koerner im Gespräch mit unserer Zeitung sagt. Das Projekt Babylotsin, das bisher einmalig in Baden-Württemberg ist, wird noch bis Ende des Jahres als überörtlich bedeutsames Modellprojekt durch eine Anschubfinanzierung mit Geldern der Bundesstiftung Frühe Hilfen finanziert.

Suche nach weiterer Finanzierungsmöglichkeit

Derzeit laufe die Suche nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten, sagte Roese-Korner: „Langfristig soll das Projekt aber nicht von Spendengeldern getragen werden“, verwies sie auf Hamburg, wo das Angebot mittlerweile eine dauerhafte Finanzierung erfährt. „Daran arbeiten wir auf politischer Ebene.“

Dass man auf das Projekt aufmerksam machen und andere zum Spenden animieren wolle, erklärte Rainer Liebenow vom Rotary-Club. Eine Fortsetzung des niederschwelligen Projekts sei sinnvoll und wünschenswert. „Die Babylotsin nimmt eine wichtige Scharnierfunktion bei den Frühen Hilfen ein“, machte Liebenow deutlich, der im vergangenen Jahr Präsident des Rotary Clubs war. Dieser wurde von Landrätin Marion Dammann auf das Projekt und die Notwendigkeit von Spenden aufmerksam gemacht.

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