Kreis Lörrach Angebote geografisch ausdehnen

Wolfgang Gottschalk, Tonio Paßlick, Hans Hartl und die Koordinatorinnen Silvia Böheim und Eva-Maria Neumann (von links) gaben einen Rück- und Ausblick auf die Aktivitäten der Ambulanten Hospizgruppe Dreiländereck. Foto: zVg/Michael Braun

Kreis Lörrach - Ein neuer Name soll für die geografische Ausdehnung der Aktivitäten von Sterbe- und Trauerbegleitungen im Landkreis Lörrach stehen: Die Ambulante Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen hat bei ihrer Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen, sich künftig als „Ambulante Hospizgruppe Dreiländereck“ zu bezeichnen.

Seit der Gründung im Jahr 1992 hat die Hospizgruppe ihren Wirkungsbereich kontinuierlich vergrößert. Inzwischen umfasst er die drei großen Kreisstädte sowie die Region zwischen Eimeldingen und Schwörstadt. „Dies soll auch gegenüber Medien und Verwaltungen dokumentieren, dass wir nicht nur im Nahbereich von Grenzach-Wyhlen tätig sind“, wird der zweite Vorsitzende Wolfgang Gottschalk in einer Mitteilung zitiert. Rückblick Koordinatorin Silvia Böheim schilderte während der Versammlung in ihrem Jahresbericht für das Jahr 2019, dass sich unter den 246 Mitgliedern aktuell 26 ausgebildete aktive Sterbe- und Trauerbegleiter befinden, die bei vier Gruppen- und bei elf Supervisionstreffen ihre Erfahrungen austauschen und reflektieren konnten.

Im vergangenen Jahr sind 74 Schwerkranke begleitet worden, davon 49 Frauen und 25 Männer. 35 Menschen wurden zuhause betreut, 29 in Pflegeheimen, sechs im St. Josefshaus in Herten und vier im Krankenhaus. Zwei Einsätze wurden zuhause begonnen und im Hospiz am Buck in Lörrach weitergeführt. Die Betreuungen haben in einer zeitlichen Spanne von wenigen Tagen bis zu 30 Monaten gelegen.

Das Alter der Betroffenen reichte von 41 bis 104 Jahren. Ausblick Eva-Maria Neumann gab einen Ausblick auf das laufende Jahr, das wegen der Corona-Krise für die Hospizarbeit Einschränkungen mit sich brachte, insbesondere für die Betreuung von Menschen in Kliniken und Pflegeheimen. Trotzdem können vier Mitarbeiter ihre Ausbildung im Herbst beginnen. Irène Paßlick berichtete von der neuen Trauergruppe „Trauerwege“, die Mitte Oktober beginnt und in Kleingruppen angeboten wird.

Ille Hanke erzählte von ihrer Arbeit bei der Lebenshilfe Lörrach, die mit dem Lockdown auch die Werkstätten schließen musste. Als Kreisrat berichtete der Vorsitzende Tonio Paßlick vom Beschluss, das geplante Zentralklinikum mit einer Palliativ-Station zu bauen, die in der stationären Versorgung das Hospiz am Buck ergänzen soll.

Bestätigt wurde dies mit dem Grußwort der Landrätin Marion Dammann, das Paßlick in Auszügen verlas.

Finanzen

Hans Hartl berichtete als Schatzmeister von den gesunden Finanzen des Vereins sowie von zwei größeren Spenden der Bayer-Werke in Grenzach-Wyhlen und der Volksbank Dreiländereck, die in Corona-Zeiten dringend benötigt werden.

Wahlen

Nur wenige Personalien mussten geregelt werden. Als Beisitzer folgte Michael Braun auf die Datenschutz-Beauftragte Regina Korsch, als Kassenprüferin wird Isabella Brand auf Feli Buchheit folgen. Paßlick dankte den engagierten Vorstandsmitgliedern Gabi Leber-Rusch und Waltraud Bernhardt, aber auch Erika Urich und Agnes Schmitt für die Betreuung der Wirkstatt und dem Ehepaar Tatjana und Michael Uhrmeister für die stimmige Umrahmung der Veranstaltung mit Klavier und Blockflöte sowie der Gemeinde Grenzach-Wyhlen für die großzügige Überlassung des Hauses der Begegnung.

Kontakt

„Ambulante Hospizgruppe Dreiländereck“, Vorsitzender Tonio Paßlick, Adresse: Postfach 7, 79590 Binzen, Tel. 07621/579 10 42,  E-Mail: info@hospizambulant.de.

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