Kreis Lörrach RVL erhöht die Preise

Der RVL muss ab 1. August wegen Verlusten teilweise die Tarife im Schnitt um zwei Prozent erhöhen. Foto: Denis Bozbag

Kreis Lörrach -  Der Nachfrage- und Einnahmenrückgang aufgrund Corona sowie die unveränderten Kosten zur Aufrechterhaltung des ÖPNV-Betriebs führen ab 1. August zu einer Preiserhöhung bei einem Teil der RVL-Angebote, wie der Verkehrsverbund gestern mitteilte.

Im Schnitt gilt eine Tariferhöhung um zwei Prozent bei den Monats- und Jahreskarten, bei Einzelfahrscheinen für Erwachsene sowie bei der PunkteCard und den Tageskarten.

Unverändert im Preis bleiben sämtliche Jahresabo-Angebote, alle grenzüberschreitenden triregio-Angebote (RegioCardPlus, Einzeltickets, Mehrfahrtenkarten, Tageskarten Ticket triregio) sowie die Einzelfahrscheine für Kinder, die ViererCard und das Ticket4Lörrach, das in Absprache mit der Stadt Lörrach fortgeführt wird.

Zum Dank an die Treue der Abonnenten bleiben die Jahresabopreise daher unverändert; darüber hinaus werden attraktive Zusatzleistungen wie bwAboSommer und bwWillkommensbonus umgesetzt.

Fahrgäste zurückgewinnen

Trotz aller Corona-Verluste und -einschränkungen steht der ÖPNV unverändert für klimafreundliche und zukunftsfähige Mobilität, und es geht maßgeblich darum, Fahrgäste zurückzugewinnen. Daher liegt der Fokus auch auf einem weiteren Abbau von Zugangshürden und der weiteren Digitalisierung in Tarif und Vertrieb, unter anderem mit Handytickets und Apps.

Hier hat der RVL nach eigenen Angaben zusätzliche Bezahlmöglichkeiten bei den Handyticket-Apps von Fairtiq und triregio (Handyticket Deutschland) für einen immer verfügbaren, kontaktlosen Ticketkauf implementiert und außerdem vor wenigen Tagen die neue Echtzeit-App auf den Weg gebracht.

Neben der Digitalisierungsstrategie wird unverändert der Vertrieb von Jahresabos forciert – dieser tarifstrategische Schwerpunkt des RVL der vergangenen Jahre hat sich gerade in der Coronazeit mit stabilen Einnahmen bewährt.

Zur Kompensation der Verluste musste laut Mitteilung auch in diesem Jahr ein Maßnahmenpaket geschnürt werden – neben einem weiteren Rettungsschirm 2021 ist hierbei auch eine angemessene Nutzerfinanzierung erforderlich.

Insofern ist auch die Tarifanpassung zum 1. August als Beitrag unverzichtbar, um den realen Kostensteigerungen bei den Verkehrsunternehmen in den Bereichen Personal, Energie und Investitionen zu begegnen.

Durch die neuen Tarifabschlüsse im Öffentlichen Dienst steigen die Personalkosten der Verkehrsunternehmen; ebenso erfordern kontinuierlich steigende Energiekosten eine Kompensation. Der Strompreis für den Bahnbetrieb hat sich im Verlauf der vergangenen fünf Jahre verdoppelt.

Doch auch beim für den Busbetrieb relevanten Preis für Dieselkraftstoff ist – nach einem Tiefstwert im Jahr 2020 – wieder ein Anstieg um rund 25 Prozent zu verzeichnen. Perspektivisch ist durch die CO2-Bepreisung hier in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Kosten zu rechnen. Und auch die Kostensteigerung für die Beschaffung und Instandhaltung der Fahrzeugflotten beläuft sich auf etwa zwei Prozent pro Jahr.

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