Kreis Lörrach Basel-Stadt nach wie vor an der Spitze

Die Oberbadische
Zwei Drittel der Grenzgänger leben in Lörrach. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach. In der Wirtschaftsregion Südwest leben fast 37 000 Menschen, die zum Arbeiten in die Schweiz fahren, wie die Wirtschaftsförderung für die Landkreise Lörrach und Waldshut gestern mitteilte. Diese Grenzgänger sind aber in den deutschen Statistiken zur Beschäftigung nicht aufgeführt. Das Schweizer Bundesamt für Statistik in Neuchâtel publiziert schon seit Jahren die Zahlen der ausgestellten Grenzgängerbewilligungen. Seit 2015 werden aufgrund einer internen Methodenrevision und der damit einhergegangenen Änderung der Datenerfassung die Grenzgängerzahlen auch auf Ebene der deutschen Herkunftsgemeinden veröffentlicht.

Demnach pendelten im vergangenen Jahr insgesamt 22 005 Personen aus dem Kreis Lörrach und 14 874 Personen aus dem Kreis Waldshut zur Arbeit in die grenznahe Schweiz.

Für den Kreis Lörrach gilt ähnlich wie im Vorjahr, dass ein Großteil der Pendler in den großen Städten entlang der Grenze wohnhaft ist: Über zwei Drittel der Grenzgänger wohnen in Lörrach, Rheinfelden, Weil am Rhein und Grenzach-Wyhlen, wie aus der Statistik hervorgeht. Arbeitsstätte vieler Pendler aus dem Landkreis Lörrach ist der Kanton Basel Stadt, wo insgesamt 11 222 Personen arbeiten.

Erstmalig in diesem Jahr präsentiert die Wirtschaftsförderung eine neue Kennzahl: die Grenzgängerdichte. Diese errechnet sich aus dem Quotienten der Grenzgänger an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort. Die Grenzgängerdichte trifft die beste Aussage darüber, wie viele Arbeitnehmer eines Wohnortes zum Arbeiten in die Schweiz fahren. Hier sieht es anders aus als bei den absoluten Zahlen. An der Spitze im Landkreis Lörrach stehen die Gemeinden Inzlingen, Grenzach-Wyhlen, Rümmingen und Fischingen mit 37,4 bis 31,3 Prozent. In den großen Städten Lörrach, Rheinfelden, Weil am Rhein, Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen beträgt die Grenzgängerdichte nur um die 25 Prozent.

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