Kreis Lörrach Begrenzte Ressourcen besser nutzen

Die Oberbadische, 07.08.2018 16:52 Uhr

Die Welt zu Gast in Lörrach: Zum zweiten Mal bot die DHBW einer Gruppe internationaler Studenten die Gelegenheit, sich durch die Teilnahme an der „DHBW Summer School on Sustainability“ an den Standorten Mannheim, Stuttgart, Heilbronn und Lörrach intensiv mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ zu beschäftigen.

Kreis Lörrach. Die DHBW Lörrach offerierte dabei Ende Juli ein zweitägiges Modul an, welches sich dem Thema „Nachhaltiger Tourismus – Sustainable Tourism“ widmete, wie es in einer Mitteilung von gestern heißt.

Am ersten Programmtag wurden die zwölf Gäste vom Rektorat, Wendy Fehler, der Expertin für nachhaltigen Tourismus, und Sylvia Gnad vom International Office an der Lörracher DHBW begrüßt. Die erste Veranstaltung am Vormittag zielte darauf ab, den Studenten in einem grundlegenden Vortrag ein Basiswissen über „sustainable tourism“ zu vermitteln. So wurde zum Beispiel verdeutlicht, dass der Tourismus weltweit einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweige ist, dessen Wertschöpfung sich auf nahezu zehn Prozent des globalen Bruttosozialproduktes beläuft und in dem jeder elfte Arbeitsplatz angesiedelt ist.

Im Anschluss wurden in verschiedenen Workshops in Gruppenarbeit einzelne Aspekte des Themas weiter vertieft. Dabei konnten die internationalen Gäste auch eigene Eindrücke und Erfahrungen aus ihren jeweiligen Heimatländern in die Diskussion einbringen. Für den Nachmittag hatten Lörracher DHBW-Studenten aus dem Bereich Tourismus eine Reihe von Präsentationen vorbereitet.

Natur und Tourismus in Einklang bringen

So wurde den Gästen praktische Beispiele für nachhaltigen Tourismus in der Region anhand von Vorträgen vorgestellt.

Am zweiten Tag machte die Gruppe einen Ausflug „in die Praxis“. Zunächst ging es zum Feldberg. Der Schwarzwald, der etwa neun Millionen Besucher pro Jahr hat, bietet viele Gelegenheiten, die Herausforderungen zu studieren, die das Management einer so stark nachgefragten Urlaubsregion mit sich bringt. Der Feldberg ist das am stärksten frequentierte Ziel im Schwarzwald, und entsprechend schwierig ist es, den großen Zustrom an Besuchern und die naturräumlich begrenzten Ressourcen des höchsten Berggipfels in Einklang zu bringen.

Der Biologe Stefan Büchner, Leiter des Naturschutzzentrums, nahm sich drei Stunden Zeit, der Gruppe bei einer Exkursion durch das Naturschutzgebiet am Feldberg zu erläutern, wie dieser Zielkonflikt in der Praxis aufgelöst werden kann. Büchner gelang es, den Studenten ein hohes Maß an wertvollen Informationen zu vermitteln und die anstrengende Wanderung bei heißen Temperaturen kurzweilig zu gestalten. Danach besuchte die Gruppe das Schlossgut Ebringen. Der Leiter des DHBW-Studienganges Tourismus, Valentin Weislämle, erklärte den Studenten, unterstützt vom Gutsverwalter, die wirtschaftliche Bedeutung des Weinbaus und des Wein-orientierten Tourismus für die Region. Zum Ausklang der Summer School waren sich die Teilnehmer einig, dass die beiden Tage ein voller und nachhaltiger Erfolg waren.

 
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