Kreis Lörrach Bildungspolitik unter der Lupe

Die Oberbadische, 13.11.2017 16:35 Uhr

Kreis Lörrach. Im vollbesetzten Theatersaal des Kulturzentrums Nellie Nashorn veranstaltete die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Kreis Lörrach ihre Mitgliederversammlung. Aus Stuttgart war eigens die Landesvorsitzende Doro Moritz angereist, die den Abend mit ihrem Vortrag „Zwischen Arbeitsbelastung und Qualitätsanspruch“ eröffnete. Dabei nahm sie die Bildungspolitik der Landesregierung kritisch unter die Lupe und regte zur lebhaften Diskussion an. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung besuchte Moritz die Pestalozzischule Lörrach, um mit Sonderpädagogen ins Gespräch über die Inklusion zu kommen.

Anja Hanke, GEW-Vorsitzende im Kreis Lörrach, beleuchtete in ihrem anschließenden Rechenschaftsbericht die Schwerpunkte der Arbeit im Kreis im vergangenen Jahr und gab einen Ausblick auf kommende Arbeitsschwerpunkte. Im Mittelpunkt soll dabei die Arbeitsbelastung von pädagogischem Personal stehen.

Den Auftakt macht eine „Sprechstunde Grundschule“ mit dem Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger am Donnerstag, 7. Dezember, an der alle mit dem Thema Grundschule befassten Personen eingeladen sind, ihre Sicht der Dinge zu schildern.

Scharfe Kritik übten sowohl Moritz als auch Hanke am Führungsstil von Kultusministerin Eisenmann, die nach Meinung der Landes- und der Kreisvorsitzenden der GEW verstärkt auf Kontrolle und Alleingänge statt auf Kommunikation und fachlich fundierte Entscheidungen setzt.

Traurige Pflicht für die Kreisvorsitzende und ihre Stellvertreterin Angelika Beck-Bürkert war es dann, einige äußerst verdiente Mitglieder aufgrund von Umzug oder persönlichen Gründen aus der aktiven Arbeit im Kreisvorstand zu entlassen. Mit viel Dankbarkeit wurde Abschied genommen von: Bernhard Pfahler, Ulla Schiebold, Waltraud Spauszus, Manfred Spauszus, Adelheid Wilhelm-Sprondel und Tobias Gimmi. Über die notwendig gewordenen Neuwahlen berichten wir in unserer morgigen Ausgabe.

 
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