Kreis Lörrach „Bleibt neugierig und tolerant“

Von Peter Ade
 Foto: Peter Ade

Von Peter Ade

Kreis Lörrach. Neugierig bleiben, Toleranz üben und bereit sein, im gesellschaftlichen Leben Verantwortung zu übernehmen – diese edlen Tugenden wurden am vergangenen Wochenende den frischgebackenen Jungakademikern der Dualen Hochschule ans Herz gelegt. Deren Abschlussfeier im Burghof Lörrach stand im Zeichen der gegenseitigen Anerkennung und des Respekts.

Rektor Professor Gerhard Jäger brachte es auf den Punkt: „Jetzt steht Ihnen die Zukunft offen“, versprach er den knapp 600 jungen Menschen, die an der DHBW im Oktober 2019 ein dreijähriges Studium gestartet und parallel zu ihrer Lehre in einem Unternehmen sechs Semester absolviert haben. Als „anspruchsvolle Herausforderung“ bezeichnete Jäger den Umstand, dass das duale Studium aufgrund der Corona-Pandemie weitgehend virtuell und im Homeoffice bewältigt werden musste.

Vor diesem Hintergrund bestätigte der Rektor den Absolventen hervorragende Arbeit. „Sie haben Flexibilität und Pragmatismus bewiesen und sich sowohl in der klassischen Präsenz als auch in der virtuellen Welt behauptet.“ Dies zeichne die zu verabschiedenden Jungakademiker „in besonderem Maße“ aus.

Dank für die Treue

Jäger dankte den Absolventen für ihre Treue zur Lörracher Hochschule. Er wünschte einen guten Start ins weitere Berufsleben und bat, der DHBW als Alumni weiterhin verbunden zu bleiben. „Seien Sie bereit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, pragmatisch und lösungsorientiert zu arbeiten, Toleranz zu üben und in kritischen Situationen deeskalierend zu wirken.“

Fleiß hat sich gelohnt

Im Fokus der vom früheren Studierendensprecher Marvin Krüger souverän moderierten Abschlussfeier stand die Auszeichnung besonders erfolgreicher Studenten. Den Preis des Landkreises für die Jahrgangsbesten überreichte Landrätin Marion Dammann gleich an drei Absolventen, die ihren Abschluss mit der exakt identischen Note von 1,2 feiern konnten: Miriam Lechner und Joshua Papierok (beide Studiengang Gesundheitsmanagement) sowie Tobias Anton Fehrenbach aus dem Studiengang Elektrotechnik.

Den mit 1000 Euro dotierten Preis der Stadt Lörrach übergab Oberbürgermeister Jörg Lutz an Alexander Aaron Löhle für dessen Bachelorarbeit zum Thema „Konzept für eine Optimierung des dynamischen Sicherheitsbestandes bei der Coop Genossenschaft“.

Löhle hat sein duales Studium in Wirtschaftsinformatik Application Management erfolgreich abgeschlossen. Ziel seiner Bachelorarbeit war die Entwicklung eines neuen Algorithmus zur Optimierung des dynamischen Sicherheitsbestandes, um die Anforderungen eines Unternehmens an die Nachhaltigkeit der Warenwirtschaft zu optimieren.

Konkrete Optimierungsansätze

„Der Preisträger greift das aktuelle Thema auf und findet konkrete Optimierungsansätze“, erklärte OB Lutz. „Die Arbeit lädt auch uns als Kunden ein, unsere Wahrnehmung und unsere Erwartungen zu überprüfen. Muss alles immer im Überfluss da sein, oder dürfte, ja müsste ein Frische-Regal abends nicht sogar fast leer sein?“

Stiftungsmanagerin Eva Franke-Maurus von der Gisela & Erwin Sick Stiftung gratulierte Elif Avsar zu ihrer Bachelorarbeit über die Protypische Entwicklung einer autarken Outdoor-Wetterstation. Der zweite Sick-Preis – jeweils in Höhe von 1000 Euro – ging an den Maschinenbauer Jan Burtsche, der seine Bachelorarbeit der Auswertung quantitativer Schädigungsinformationen an Betonelementen widmete.

Zukunft im Blick

Schließlich prämierte – ebenfalls mit 1000 Euro – der Bezirksverein Schwarzwald des Vereins der Deutschen Ingenieure die Arbeit des Maschinenbauers Elias Bergmann, der sich mit der Entwicklung eines Batch-Mischsystems ohne rotierende Teile befasste.

Die Absolventenrede hielt der ehemalige stellvertretende Studierendensprecher und frischgebackene Wirtschaftsinformatiker Julian Ortlieb. Für die Festansprache konnte Tristan Horx vom Zukunftsinstitut Frankfurt/Wien gewonnen werden. Sein optimistischer Zuruf an die Jungakademiker: „Die Zukunft gehört Euch!

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