Kreis Lörrach Chance für Schweizer TV am Hochrhein?

Seit Juni gibt es kein Schweizer TV-Empfang mehr. Foto: Die Oberbadische

Regio - Die Stadtwerke Konstanz und Lindau arbeiten gemeinsam mit der österreichischen Firma Kabel-TV Lampert an einer Lösung, die das Schweizer Fernsehen an den Bodensee zurückholen könnte. „Das könnte eine Chance für den Hochrhein sein, mitversorgt zu werden“, lässt sich die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter in einem Schreiben zitieren.

Sie hatte sich an Kabel-TV Lampert gewandt, da das Unternehmen eine Funkkonzession des Schweizer Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) erworben und einen Sendemast auf dem Hohen Kasten bei Brülisau in Betrieb genommen hat, der einen sogenannten Overspill (Überfließen) von Antennensignalen jenseits des eigenen Rundfunkgebiets beziehungsweise der Landesgrenze für das österreichische Vorarlberg und damit die Weiterverbreitung der Schweizer Sender SRF1 und SRF2 wieder ermöglicht. Zuvor hatte die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG im Juni aus Kostengründen die Ausstrahlung der Schweizer TV-Sender über DVB-T abgeschaltet (wir berichteten).

In ihrem Antwortschreiben teilt die Unternehmensleiterin von Kabel TV Lampert, Karoline Lampert, mit, dass die Stadtwerke Konstanz und Lindau nach der Wiederinbetriebnahme des Senders Hoher Kasten im bayerischen Lindau eine Testmessung vornehmen werden, um festzustellen, ob es entgegen der Erwartung eventuell doch zu einem Overspill in das deutsche Staatsgebiet kommt. In diesem Falle könnte das Signal in das deutsche Kabelnetz eingespeist und weitergeleitet werden, heißt es im Schreiben.

Weiterhin erklärt Lampert, dass ihr Geschäftsmodell auch für Südbaden interessant sein könnte. Hierfür müssten sich weitere Netze, insbesondere die beiden großen überregionalen Netzbetreiber Vodafone/Unitymedia und Deutsche Telekom an den Kosten für die Funkkonzession beteiligen.

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