Kreis Lörrach Cult-Messe bewährt sich

Jennifer Ningel
Organisatorin Martina Hug und 110 Aussteller freuten sich über rund 3500 Besucher an der Cult-Messe. Foto: Jennifer Ningel

Aussteller und Veranstalter bewerten die Aus- und Fortbildungsmesse in Lörrach als vollen Erfolg.

Rund 3500 Besucher haben sich auf der Cult-Messe in Lörrach über Aus- und Fortbildungen informiert. Der erste Tag stand ganz im Sinne von „Ausbildung und Studium“. Am Samstag wurde dann der Schwerpunkt auf „Fachkräfte und Fortbildung“ gelegt.

Zeitfenster für Schulen

Allein am Freitag seien rund 2000 Besucher gekommen. Etwa 1500 davon von ihrer Schule aus, wie Martina Hug, Organisatorin der Cult-Messe, im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet. Für die Schulen wurden am Freitag entsprechende Zeitfenster geboten, um den Besucherstrom besser zu lenken. Mithilfe eines Verteilers hatte Hug die Schulen von Efringen-Kirchen bis Schönau vorab darüber informiert. Für die Zeitfenster konnten sie sich dann auf der Homepage eintragen. Unter ihnen seien aber keine Gymnasien gewesen, berichtete Hug. Allerdings waren trotzdem Gymnasiasten erschienen. Diese hatten sich für einen Besuch der Cult vom Unterricht befreien lassen.

110 Aussteller

Nicht nur bei den Besuchern war das Interesse enorm, auch an Ausstellern mangelte es nicht. So hatten sich schon im Sommer 80 Unternehmen zur Messe angemeldet, schlussendlich wurden es sogar 110, berichtete Hug. Insgesamt wurden 175 verschiedene Ausbildungsberufe angeboten, plus eine Vielzahl an Studiengängen. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es 324 Ausbildungsberufe. Ein guter Schnitt, wie die Organisatorin findet.

Neu: Unterstützung vor Ort

Neu war dieses Jahr, dass einige der Schulklassen im Vorfeld auf die Messe vorbereitet worden waren. Dies übernahm Laura Graf, die die Idee dazu hatte. Graf besuchte an vier verschiedenen Schulen 800 Schüler der achten bis zehnten Klassen. Am Freitag war sie dann auch auf der Messe unterwegs, begleitete Schüler und stand zur Unterstützung bereit. Dieses Angebot werde es auch kommendes Jahr wieder geben, kündigte Hug an.

Alles in allem war die Organisatorin mit dem Ablauf der Messe zufrieden. Die Vorträge, die immer eine „Zitterpartie“ seien, kamen zum größten Teil gut an. Am Freitag waren sie sehr gut besucht, am Folgetag blieb dann mehr Zeit für persönliche Gespräche zwischen den Referenten und Besuchern. Es gab aber keine Komplikationen, und auch die Aussteller und Besucher seien zufrieden gewesen, sagte Hug.

„Interessierte Leute“

Einige Aussteller haben die zwei Tage auch Revue passieren lassen. Vanessa Schmidt und Niko Vonic zum Beispiel. Sie sind Auszubildende bei der Stadtverwaltung Lörrach. Schmidt, die an beiden Tagen an der Cult präsent war, äußerte sich zufrieden und berichtete von guten, konstruktiven Gesprächen. Vonic, nur am Samstag am Messestand, fand es bemerkenswert, „wie viele interessierte Leute hier sind“.

Konstruktive Gespräche

Auch Jennifer Ott, die für Energiedienst vor Ort war, zeigte sich mit der Messe zufrieden. Am Freitag habe sie selbst 40 gute Gespräche geführt, berichtete sie. Weil sie am Stand zu sechst waren, lasse sich das auf 240 konstruktive Gespräche hochrechnen. Es ging dabei meist um Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Am Samstag lag der Fokus dann mehr auf den allgemeinen Stellen, die sie anbieten. Auch hier konnten Ott und ihre Kollegen gute Gespräche führen. Für sie lohne es sich, auf der Messe zu sein, nicht nur für die Aussteller sondern auch für die Besucher. Infolge der Cult-Messe habe Energiedienst Praktikums- und Ausbildungsplätze vergeben können.

Quantität und Qualität

Marcus Lay, der über die Berufsmöglichkeiten bei Badenova informierte, bilanzierte die Messetage mit: „Freitagvormittag ging es um Quantität, nachmittags und am Samstag um Qualität.“ Im Schnitt habe er pro Stunde fünf Gespräche geführt, die gut verlaufen seien. Ob sie aber den gewünschten Effekt erzielen werden, lasse sich erst später sagen, erklärte er weiter. Lays abschließendes Fazit: „2024 gerne wieder.“

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