Kreis Lörrach Damit der Klimaschutz gelingt

Der Ausbau der Solarenergie ist Teil des integrierten Klimaschutzkonzepts. Foto: Archiv

Kreis Lörrach - Der Landkreis Lörrach hat zum zweiten Mal erfolgreich am European Energy Award (eea) teilgenommen und den Silberstatus erreicht. Die energie- und umweltschonenden Maßnahmen wurden fortgeführt und ergänzt. Für das laufende Jahr ist der Start in den dritten Zyklus vorgesehen, wie Inga Nietz vom Fachbereich Umwelt im Landratsamt Lörrach dieser Tage in der Sitzung des Umweltausschusses des Kreistags erklärte.

Der heimische Kreis nimmt seit nunmehr fünf Jahren am Management- und Zertifizierungssystem European Energy Award (eea) teil. Anfang 2016 heimste der Kreis 56 Prozent ein und erreichte „Silber“ – zuletzt erneut, diesmal dank der Fortführung und Erweiterung der klimaschonenden Maßnahmen und der Verabschiedung des integrierten Klimaschutzkonzepts. Dieses sieht vor, bis 2050 die Treibhausgasemissionen um mindestens 74 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 zu senken, den Verbrauch an fossilen Ressourcen zu halbieren und die Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zu verdreifachen. Um das zu erreichen, wurde ein breit aufgestelltes Maßnahmenpaket entwickelt. Unter dem Strich erlangte der Kreis nun 61 eea-Prozentpunkte.

Wie Nietz erklärte, sei unter anderem im Bereich der kommunalen Gebäude und Anlagen die Kohlenstoffdioxid-Bilanz (CO2) für die eigenen Liegenschaften im Rahmen des Energieberichts auf Treibhausgas-Emissionen erweitert worden.

Kreis verbraucht weniger Energie

Und: Es konnte mit dem Vorlegen der Folgebilanz ein leichtes Sinken der CO2-Emissionen und Energieverbräuche der kreiseigenen Immobilien dokumentiert werden. Laut Nietz konnten zudem wesentliche Fortschritte auch durch die Umsetzung verschiedener Maßnahmen aus der Mobilitätsinfrastruktur- beziehungsweise der Nahverkehrsplanung erzielt werden. Hierzu gehören Maßnahmen im Bereich der Kreisstraßen, insbesondere der Radwege sowie bei Rad-Abstellanlagen.

Auch die Qualität des ÖPNV-Angebots sowie die Möglichkeiten der kombinierten Mobilität wurden deutlich verbessert, verwies Nietz unter anderem auf das Jobticket und die Fahrradmitnahme im Busverkehr. Wie die Ergebnisse des externen eea-Audits zeigen, gibt es von 2015 zu 2018 zwar Zugewinne bei den kommunalen Gebäuden und Anlagen, der Mobilität und im Bereich Kommunikation/Kooperation. Im Handlungsfeld Ver- und Entsorgung konnte indes kein prozentualer Zugewinn verzeichnet werden.

Biomüllverwertung kann Punkte bringen

Hier kam es zu einem Minus von 21 Prozentpunkten, was auf die abgeschlossene Maßnahme „Einführung der Biotonne“ zurückzuführen ist. „Hier konnte der Umfang der Maßnahmen nicht aufrechterhalten werden“, kommentierte Nietz die Statistik. Dass der Landkreis zukünftig vielleicht in Sachen Wertstofftonne und mit einer Biomüllverwertungsanlage punkten könne, merkte Landrätin Marion Dammann an. Und von CDU-Fraktionschef Paul Renz hieß es: „Der Kreis ist auf einem guten Weg.“

Die nächste Rezertifizierung im eea ist für das Jahr 2022 geplant. Über den Prozess dorthin soll zunächst in der AG Energie des Kreistags berichtet werden. Im Laufe des nun vierjährigen Zyklus wird ein Kreistagsbeschluss über das fortzuschreibende energiepolitische Arbeitsprogramm erforderlich sein. „Das wird ein weiterer Meilenstein“, sagte Nietz.

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