Kreis Lörrach - Der Trinationale Eurodistrict Basel (TEB) bringt seine Erfahrungen aus der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zur geplanten Neuauflage des Elysée-Vertrags zwischen Deutschland und Frankreich ein, wie es in einer Mitteilung des TEB heißt. Kerngedanke des überarbeiteten Werks aus dem Jahr 1963 soll dabei die Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sein.

Eine Delegation aus dem Dreiländereck hat deshalb jetzt dem Ausschuss für Europa und Internationales des baden-württembergischen Landtags konkrete Ideen vorgetragen, wie diese Intensivierung aussehen könnte.

„Wir begrüßen die Vorüberlegungen für einen neuen Elysée- Vertrag sehr“, betonte Mike Keller, Gemeindepräsident des schweizerischen Binningen, der derzeit dem TEB als Präsident vorsteht. Zusammen mit den Eurodistrikten Strasbourg-Ortenau, Region Freiburg / Centre et Sud Alsace und Pamina aus dem Großraum Karlsruhe und Südpfalz war auch der TEB der Einladung des Landtagsausschusses gefolgt, der sich Erfahrungen aus den Regionen anhören wollte.

Die zahlreichen gemeinsamen Projekte in der Region machen die Mitglieder des TEB geradezu zu Experten in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Vizepräsident und Bürgermeister Hüningens, Jean-Marc Deichtmann, und der Weiler Oberbürgermeister Wolfgang Dietz präsentierten fünf Punkte, die Deutschland und Frankreich praktisch enger zusammenbringen könnten. Dazu zählt die Förderung der Sprachausbildung beispielsweise durch einen gegenseitigen Austausch von Lehrern und Erziehern, die Schaffung von grenzüberschreitenden Fahrkarten des Öffentlichen Nahverkehrs sowie der Bau zusätzlicher Brücken am Oberrhein, eine Öffnungsklausel für vertragliche Kooperationen, um Drittländer einzubeziehen, Zusammenarbeit von Polizeikräften auf lokaler Ebene und schließlich ein Kongress für alle deutsch-französischen Partnerstädte und Gemeinden, wie es weiter heißt.