Kreis Lörrach Das Miteinander fördern

Dekanin Bärbel Schäfer führte Volker Hentschel in seine neue Aufgabe als stellvertretender Geschäftsführer des Diakonischen Werks ein. Foto: Regine Ounas-Kräusel

Kreis Lörrach - Volker Hentschel wird neuer stellvertretender Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Kreis Lörrach. Mit einem fröhlichen Freiluftgottesdienst, der zwischen der Friedenskirche und dem Stadtteilzentrum der Diakonie in Friedlingen stattfand, führte die evangelische Dekanin Bärbel Schäfer ihn am Sonntag in sein neues Amt ein. Auch im Rahmen seiner neuen Aufgabe wird Hentschel in Friedlingen tätig bleiben.

Hentschel fördert schon seit vielen Jahren in Weil und Friedlingen als Sozialarbeiter das Miteinander der Menschen. Zunächst war er für die städtische Wohnbaugesellschaft (WoGe) tätig, ab 2014 für die Diakonie. Dort leitet er den Fachbereich Schulen und das Friedlinger Stadtteilzentrum, das vor allem für Migranten Beratung und Begegnungsmöglichkeiten bietet, etwa beim Internationalen Frauenfrühstück. Ehrenamtlich engagiert sich Hentschel außerdem im Vorstand des Stadtteilvereins Friedlingen.

Schäfer zitierte im Gottesdienst ein Gedicht von Kurt Marti. „Die Hoffnung bleibt neugierig, sie schürt das Feuer der Liebe. Die Hoffnung kämpft für die Rechte anderer. Sie hat nichts, will alles und betet für das Reich Gottes.“ An Hentschel, das Geschäftsführerduo und alle anwesenden Mitarbeiter der Diakonie gewandt, sagte sie: „Ihrer aller Arbeit ist es, Tag für Tag diese Hoffnung aufrechtzuerhalten.“ Sie freute sich, dass der Diakonie Schritt für Schritt ein „Hutwechsel“ in der Geschäftsführung gelinge.

Gute Zusammenarbeit

Anfang 2020 gab der langjährige Geschäftsführer Michael Schmitt-Mittermeier die Geschäftsführung an Karin Racke ab und wurde selbst Stellvertreter, weil er im Herbst in den Ruhestand wechseln wird. Von ihm hat nun Hentschel die Aufgabe des Stellvertreters übernommen.

Im Rahmen seines Amtes wird er Fachbereichsleiter für Kitas und Schulkindbetreuung. Er bleibt weiterhin Dienststellenleiter des Friedlinger Stadtteilzentrums und übernimmt neu die Geschäftsführung der Beschäftigungsgesellschaft „Arbeit für alle (AfA)“ in Friedlingen.

Dekanin Schäfer überreichte ihm einen Hut mit buntem Band, verpflichtete ihn auf sein neues Amt und segnete ihn.

Nach dem Gottesdienst würdigte die Sozialdezernentin des Landkreises Elke Zimmermann-Fiscella Hentschel als hervorragenden Netzwerker. So habe sie ihn vor Jahren kennengelernt, als der Landkreis und die WoGe Weil Spätaussiedler in Haltingen betreuten.

Annette Huber, Hauptamtsleiterin der Stadt, lobte die gute Zusammenarbeit mit Hentschel und der Diakonie auf den Feldern Schule, Kinderbetreuung und Flüchtlingshilfe: „Friedlingen ist nicht vorstellbar ohne die Arbeit der Diakonie.“

Neue Ideen einbringen

„Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagte Hentschel. Er beschrieb auch, welche Aufgaben ihm Respekt einflößen. Vor allem das Einwerben von Geld sei mit unglaublich viel Verwaltungsaufwand verbunden, weil es immer häufiger nur Projektförderungen gebe. Er beschrieb, wie das Diakonische Werk immer neue Aufgaben übernehme, jüngst zum Beispiel die Trägerschaft für die Schopfheimer Tafel. Daher habe sich auch die Zahl der Mitarbeiter auf rund 150 verdoppelt.

Hentschel sprach auch davon, wie gerne er bei der Diakonie arbeite. Er wolle seine neuen Ideen in der partnerschaftlichen und konstruktiven Arbeitsweise, die er dort kennengelernt habe, einbringen, sagte er.

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