Kreis Lörrach Den Rettungsdienst weiter stärken

Der Rettungsdienst des DRK im Landkreis ist in personeller und medizinisch-technischer Hinsicht gut aufgestellt. Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

„Themen, die auf Landesebene seit Jahren offen waren, haben eine gute Lösung gefunden“, beschreibt DRK-Geschäftsführer Svend Appler die aktuelle Situation des Rettungsdienstes im Landkreis. Kritik übt er an den Förderrichtlinien des Innenministeriums beim Neubau von Rettungswachen.

Von Peter Ade

Kreis Lörrach. An der Mitgliederversammlung des DRK-Kreisverbands in der Kandertalhalle Wollbach (wir berichteten) sprach Appler von einer verbesserten Ertragslage. Die Kostensituation für Rettungsfahrzeuge, das Qualitätsmanagement und die Finanzierung des Organisatorischen Leiters Rettungsdienst gestalte sich mittlerweile „freundlicher“. Der Geschäftsführer sagte dazu: „Das stärkt unseren Rettungsdienst und wird ihn auch weiterhin stärken.“

Für die Jahre 2018 und 2019 habe die Gesellschaft Investitionen in Rettungsfahrzeuge und Arbeitsmittel in Höhe einer knappen Million Euro bereitgestellt. „So schaffen wir die Grundlage für eine schnelle und hochprofessionelle Versorgung Hilfesuchender.“

Rasch am Einsatzort Trotz des in Grenznähe zur Schweiz harten Wettbewerbs um Arbeitskräfte stelle das DRK die Versorgung der Bevölkerung im Landkreis „auf hohem Niveau“ sicher. „In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren wir mit dem ersteintreffenden Rettungsmittel in knapp 93 Prozent aller Fälle innerhalb von 15 Minuten an der Einsatzstelle.“

Positiv wertet Appler auch das Engagement in der Berufsausbildung. Insgesamt befänden sich regelmäßig 20 Notfallsanitäter in Ausbildung. Im Oktober würden weitere sechs ihre dreijährige Ausbildung starten. „Entscheidend für unseren Erfolg war und ist das weit über die Erwartung hinausgehende Engagement unserer Rettungsdienstfachkräfte, die hauptamtlich oder als Ehrenamtliche im Arbeitskreis Rettungsdienst die Versorgung sicherstellen“, betonte Appler. Kritik an Förderrichtlinien Kritik übte der Geschäftsführer an den Förderrichtlinien des Landes beim Neubau von Rettungswachen. Bei unveränderten Förderbeträgen erhöhe das Innenministerium die Anforderungen an die Ausstattung, und es fehle an einer deutlichen Positionierung zur Kostenbeteiligung der Krankenkassen bei Neubauten.

Von „besonderer Bedeutung“ sei dies vor allem im Hinblick auf die neu zu errichtenden Rettungswachen am Zentralklinikum und in Schopfheim.

Im Zuge Zentralisierung der Krankenhäuser bis zum Jahr 2025 ist vorgesehen, weite Teile des Fuhrparks sowie das Personal des Rettungsdienstes von der Weiler Straße in Lörrach ins Entenbad in Hauingen zu verlagern. Politiker sind beeindruckt Erfreut über die Leistungen der Helfer im DRK-Kreisverband zeigten sich der heimische Bundestagsabgeordnete Armin Schuster (CDU) sowie der heimische Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger (SPD). Beide würdigten das Ehrenamt als tragende Säule im gesellschaftlichen Leben. „Das Ehrenamt kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, es ist gleichermaßen zu fördern und zu schützen“, erklärte Schuster.

Stickelberger will sich als Vorsitzender des Finanzausschusses dafür einsetzen, dass die von Appler aufgezeigte Diskrepanz zwischen steigenden Anforderungen und gleichbleibender finanzieller Förderung beseitigt wird.

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