Kreis Lörrach Die Lärmbelastung verringern

Der Luftraum über dem EAP soll ab 23 Uhr frei von Starts sein. Foto: Michael Werndorff

Kreis Lörrach - Seit Jahren bemühen sich die Gemeinden im Landkreis, die in der An- und Abflugschneise des EuroAirports (EAP) liegen, um ein erweitertes Nachtflugverbot und um eine gerechtere Verteilung der Flugrouten. Ziel ist es, die Lärmbelastung für die betroffenen Einwohner zu verringern.

Der Flughafen hatte ein Konzept zur Umweltverträglichkeit seines Betriebs der EU-Kommission nach den vorgegebenen EU-Regeln vorlegen müssen. Die Studie „Ausgewogener Ansatz“ liegt den französischen Behörden seit gut einem Jahr vor und kann nun öffentlich eingesehen und kommentiert werden (Vernehmlassung). Auch der Landkreis wird nun eine Stellungnahme zu den geplanten Maßnahmen betreffend Umwelt- und Lärmschutz abgeben.

Auf Antrag der Grünen-Fraktion im Kreistag informierte die Verwaltung den Umweltausschuss über den Inhalt der Stellungnahme. Nach dem Willen des Gremiums soll ab Ende dieses Jahres von 23 Uhr bis Mitternacht bis auf Notfälle ein Flugverbot am EuroAirport (EAP) gelten und der Luftraum ab 23 Uhr frei von Starts sein. Die öffentliche Anhörung zum Verfahren endet am 12. Mai.

Der Kreistag hat am Mittwoch das angepasste Schreiben der Landrätin an die französische zivile Flugfahrtbehörde in Straßburg bei zwei Enthaltungen gutgeheißen. Paul Renz (CDU) erklärte, dass man sich beim Thema EAP in einem kontroversen Spannungsfeld zwischen Wirtschaftsfaktor in der Region und Bevölkerungsschutz vor Lärmbelastung befinde. Ziel solle es sein, dass zwischen 23 und 24 Uhr keine Flugzeuge mehr starten. Eine signifikante Verringerung der Lärmbelastung von 22 bis 6 Uhr sei wünschenswert.

Ulrich May (FW) befand den Inhalt des Schreibens insgesamt als eine gute Stellungnahme, welche die Vor- und Nachteile des EAP für den Landkreis gut darlege. Für ihn müssten ebenso die Landungen von der Nachtregelung erfasst werden.

Bernd Martin (Grüne) fand es schade, dass die Forderung der Grünen-Fraktion nach einer Verlegung der Lärm-Messstation Efringen-Kirchen, wo die Flugzeuge kaum zu hören seien, nicht verlegt werde, und somit valide Informationen zur tatsächlichen Lärmbelastung im Landkreis fehlten.

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