Kreis Lörrach Die Zahl der Auszubildenden ist um 37 Prozent gestiegen

Die Oberbadische

Kreis Lörrach (mh). „Das Kraftfahrzeuggewerbe ist erstaunlich gut durch die Coronakrise gekommen“, sagte der Obermeister der KfZ-Innung Lörrach, Horst Wagner, am Montagabend an der Innungsversammlung im Atrium des G 5 in Eimeldingen. Auch wenn es derzeit Probleme mit der Neufahrzeugproduktion aufgrund des Mangels an Speicherchips gebe, sieht Wagner doch zuversichtlich in die Zukunft.

Rückblick

In seinem Jahresbericht ging Wagner auf die Implementierung eines Qualitätsmanagement-Systems ein. Er sprach von einem großen Aufwand, die erforderlichen Daten in das System einzupflegen, welcher dann auch zur Einstellung einer 450-Euro-Kraft geführt hätte, um den Arbeitsaufwand bewältigen zu können. Die zusätzlichen Arbeiten für die KfZ-Innung können nicht im „Vorbeigehen“ gemacht werden, hatte Daniel P. Herkommer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, ausgeführt.

Ausbildung

Die Innung kann auf eine ordentliche Zahl an Auszubildenden schauen, freute sich Wagner. So werden derzeit 155 junge Menschen in vier Ausbildungsjahrgängen zu Kraftfahrzeugmechatronikern, zwei Azubis zu Zweiradmechatronikern ausgebildet. Für das Jahr 2021/22 gibt es 63 neue Azubis, was eine erfreuliche Steigerung von 37 Prozent zum Vorjahr bedeutet.

Bei den Gesellenprüfungen habe es Licht, aber auch Schatten gegeben, sagte Wagner. Rund ein Drittel der Prüflinge habe bei den Sommer- und Wintergesellenprüfungen nicht bestanden.

Kassenbericht

Von einem ausgeglichenen Rechnungsergebnis berichtet der Obermeister. Man habe noch Rückstellungen, die aufgrund der Nichtinanspruchnahme aufgelöst werden sollten. Aufgrund gestiegener Kosten verständigte sich die Innungsversammlung darauf, die Gebühren für die Prüfungen zu erhöhen, auch werden die Vergütungen für die an Prüfungen beteiligen Innungsmitglieder sowie für den Innungsobermeister erstmals seit 15 Jahren erhöht.

Die Kassenprüfer Rainer Aberer und Dieter Brunner bestätigten eine einwandfreie Kassenführung.

Schiedsstelle

Der Schiedsstellenausschuss unter Leitung von Max Meiner hatte 20 Mal getagt, berichtete Wagner weiter. Dabei habe sich gezeigt, dass es oft ein Kommunikationsproblem sei, dass die Schiedsstelle angerufen wurde. Vier Fälle endeten mit einem Vergleich, zehn zugunsten der Werkstatt und sechs Fälle endeten im Sinne der Kunden.

Max Meiner gibt aus gesundheitlichen Gründen die Leitung auf. Die Innung muss sich von der Schiedsstelle wegen der Möglichkeit von Befangenheit trennen. Der Ausschuss wird aufgelöst und von einem unabhängigen Gremium neu gebildet.

Quarantäne-Box

Intensiv wurde über die Anschaffung einer sogenannten Quarantänebox für die Innung diskutiert. Bei Unfällen oder Havarien mit Elektrofahrzeugen müssen E-Autos eine gewisse Zeit auf sogenannten Quarantäneplätzen stehen, bis feststeht, dass keine Brandgefahr von der Batterie ausgeht. Da hier ein großer Platzbedarf für die Quarantäne vorhanden sein müsse – es ist die Rede von zwölf mal zwölf Metern pro Auto – gebe es Quarantäneboxen, in denen das E-Auto solange abgestellt werden kann, bis die Brandgefahr ausgeschlossen ist. Wagner schlug vor, aus nicht benötigten Rückstellungen einen solchen Container für die Innung anzuschaffen, der im Bedarfsfall den Mitgliedern zur Verfügung steht. Nach einer Diskussion wollten die Mitglieder jedoch erst noch mehr Hintergrundinfos haben.

Obermeister: Horst Wagner Geschäftsführung der Innung: Daniel P. Herkommer

Mitgliedsbetriebe: 89, davon zwei Gastmitglieder

Kontakt: Palmstraße 6, 79539 Lörrach, Tel. 07621 / 422 3 66 0, E-Mail an die Adresse info@kreishandwerkerschaft.de

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