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Elektromobilität ist ein hoch komplexes Thema. Foto: Pixabay

Kreis Lörrach (pad). Für die umweltfreundliche Mobilität der Zukunft sind auch am Hochrhein, im Dreiländereck und im Markgräflerland die Weichen gestellt. Die Zulassungen von E-Autos steigen laut Auskunft der zuständigen Behörden und Ämter stark an.

Damit hat das Zeitalter der Elektromobilität begonnen. Und obwohl sich die Infrastruktur noch im Aufbau befindet und der öffentliche Lademarkt zum Teil noch einem Tarif-Dschungel gleicht, nimmt die Elektrifizierung auf unseren Straßen zunehmend Fahrt auf.

Dabei ist Elektromobilität ein hochkomplexes Thema: Die Ende-zu-Ende gedachte Wertschöpfungskette ganzheitlich zu durchdringen, benötigt tiefes Verständnis der Materie: von der Fahrzeugtechnologie über die öffentliche und private Ladeinfrastruktur und des Netzausbaus bis hin zu Ladeservices und der Anbindung an kundenfreundliche Ökosysteme und die dahinterliegenden Geschäftsmodelle. Fachleute sind sich einig: Wenn all diese Aspekte nahtlos miteinander verknüpft werden, kann die Mobilitätswende gelingen.

Mehr als ein Viertel der Energie wird im Verkehrssektor verbraucht. Wer die Klimabelastung vermindern will, muss Mobilität so gestalten, dass sie letztlich ohne Benzin und andere fossile Kraftstoffe auskommt.

Das Auto wird noch lange zentraler Bestandteil unserer Mobilität bleiben. Es braucht aber eine umweltschonende Technik. „Die Landesregierung will Baden-Württemberg als Heimat des Automobils zum Leitmarkt für Elektromobilität und zum Leitanbieter für alternative Antriebe, innovative Nutzungskonzepte und vernetzte ressourcenschonende Mobilität entwickeln“, erklärte kürzlich bei einem Besuch am Hochrhein Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Baden-Württemberg hat sich laut Hermann zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine Reduzierung der CO2-Emissionen von 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu erreichen. Zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor soll bis 2030 jedes dritte Auto klimaneutral fahren.

Weitere Mobilitätsziele sind, dass 2030 ein Drittel weniger Kfz-Verkehr in den Städten herrscht, jedes dritte Auto klimaneutral fährt, und jede dritte Tonne klimaneutral transportiert wird.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz setzt sich schon lange für eine Reihe von Maßnahmen ein, um die Entwicklung des Markts für Elektromobilität zu beschleunigen. Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket wird der Markthochlauf der Elektromobilität unterstützt. Drei finanzwirksame Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund: zeitlich befristete Kaufanreize, Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie die öffentliche Beschaffung von Elektrofahrzeugen.

Darüber hinaus fördert der Bund mit 300 Millionen Euro den Ausbau von Schnell- und Normalladepunkten. Das Ziel: Bis 2030 werden eine Million Ladestationen geschaffen. Für eine weitere Verbreitung reiner Elektroautos sollen zunächst 1000 Schnellladestandorte ausgeschrieben werden. An diesen kann die Batterie eines Elektrofahrzeugs in rund 20 Minuten zu 80 Prozent geladen werden. Für die – europaweite – Ausschreibung bedarf es jedoch einer Rechtsgrundlage. Diese ist mit dem Schnellladegesetz abgedeckt.

Öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge müssen technische Mindestanforderungen einhalten. Um die Einhaltung dieser Anforderungen gemäß der Ladesäulenverordnung (LSV) überprüfen zu können, sind die Betreiber zur Bekanntgabe ihrer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur bei der Bundesnetzagentur verpflichtet. Gemeldete Ladepunkte können mit Einwilligung des Betreibers auf der Ladesäulenkarte veröffentlicht werden.

Am besten lädt man sein Auto zuhause über Nacht an einer Ladestation oder Wallbox. Wer sich ein E-Auto anschaffen möchte, sollte sich zuerst an den regionalen Netzbetreiber wenden, der das Stromnetz am Standort prüft. Eine Ladestation mit über zwölf kW muss  angemeldet werden, damit Netz und Hausanschluss auf die Stromlast ausgelegt werden können.

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