Kreis Lörrach Ein Lob dem Handwerk

Peter Ade
Auftakt mit (v.l.) Annette Rebmann-Schmelzer (Handwerkskammer Freiburg), Daniel P. Herkommer und Martin Ranz (Kreishandwerkerschaft Lörrach), Oberbürgermeister Jörg Lutz, Marion Dammann und Wirtschaftsförderin Marion Ziegler-Jung Foto: Peter Ade

Starke Resonanz fand die erste Berufsorientierungsmesse „DieHandwerk22“ in den Räumen der Lörracher Gewerbeschule. Landrätin Marion Dammann lobte zum Auftakt die Initiative der Kreishandwerkerschaft.

Von Peter Ade

Kreis Lörrach. Das Handwerk gehört zu den Wirtschaftsbereichen mit den meisten Auszubildenden in Deutschland. Es bietet etwa 130 verschiedene Berufe von A wie Augenoptiker bis Z wie Zweiradmechaniker. Das breite Spektrum umfasst Hightech-Berufe ebenso wie Tätigkeiten, die kaufmännisches oder künstlerisches Können erfordern.

Damit gilt das Handwerk in Deutschland als eine der vielfältigsten Berufsbranchen. Kaum eine Sparte ist so facettenreich und vielfältig. Fachkräfte sind äußerst begehrt.

„DieHandwerk22“ bot daher die Möglichkeit, Berufe kennenzulernen und mit Vertretern der regionalen Innungen und der Agentur für Arbeit ins Gespräch zu kommen. 21 Handwerksberufe wurden gezeigt, im Wesentlichen die der Lörracher Innungen. Ausbildungsinteressenten bekamen Informationen über die Dauer der Lehre, die durchschnittliche Vergütung und die Voraussetzungen für den jeweiligen Beruf. Dazu gab es als QR-Code eine Liste mit Fachbetrieben zur Bewerbung. Neben Schülern waren auch Eltern und Lehrer eingeladen, sich ein Bild vom Handwerk zu machen.

Kreishandwerksmeister Martin Ranz unterstrich, es sei wichtig, ein starkes Handwerk zu haben. „Wir sind Motor und Garant einer gut funktionierenden Wirtschaft.“ Das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung werde in aller Welt anerkannt und nachgeahmt. Und weiter: „Die Energiewende steht und fällt mit dem Handwerk.“

Auch Landkreis aktiv

Landrätin Marion Dammann verwies auf die gewaltigen Anstrengungen des Landkreises, etwa die hohen Investitionen in die Gewerbeschulen Lörrach, Schopfheim und Rheinfelden. Die Bedeutung des heimischen Handwerks sei nicht erst während der Pandemie offenkundig geworden.

„Im Handwerk gibt es sichere Jobs und gute Aufstiegsmöglichkeiten“, erklärte Daniel P. Herkommer. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft unterstrich: Mittlerweile kommt der Nachwuchs nicht mehr nur aus Real- und Werkrealschulen. Auch viele Abiturienten und Studienabbrecher gehören dazu. Trotzdem bedauert er, dass das Handwerk noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Die Ausbildungszahlen seien zwar auf gutem Weg. Doch es bleibe der Nachwuchs- und Fachkräftemangel. Deshalb sei es wichtig, für ein positives Image zu werben und möglichst viele für das Handwerk zu begeistern.

Mehr Verträge als 2021

2161 junge Menschen haben Anfang September ihre duale Ausbildung im südbadischen Handwerk aufgenommen. Im Landkreis Lörrach wurde ein Plus von 2,7 Prozent verbucht. So wurden 375 unterschriebene Verträge gezählt.

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