Kreis Lörrach Ein wahrer Tausendsassa: Die grüne Bohne

Die Oberbadische, 09.08.2018 16:22 Uhr

Diplom-Oecotrophologin (FH), AOK-Gesundheitszentrum Lörrach

„Gesund & Lecker“ heißt die neue Sommerserie unserer Zeitung. In Zusammenarbeit mit der AOK Hochrhein-Bodensee möchten wir unsere Leser auf verschiedenen Seiten des Lokalteils mit Tipps für leckeres und zudem gesundes Essen durch den Sommer begleiten­. Neben fachlich kompetenten Erklärungen einer Ernährungsberaterin zu den Produkten gibt es in jeder Folge ein Rezept. Wir wünschen guten Appetit!

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Zubereitung

Bohnen waschen, Stielansatz entfernen und in kochendem Salzwasser circa 15 Minuten kochen lassen. Dann die Bohnen in ein Sieb geben und abtropfen lassen.

Den Schafskäse in Würfel schneiden. Die Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln.

Die Tomaten mit dem klein geschnittenen Schafskäse und den Bohnen vermengen. Die Oliven halbieren und dazu geben.

Aus Essig, Öl, Gewürzen sowie den Kräutern eine Marinade herstellen und über den Salat geben. Alles nochmals gut vermischen und etwas ziehen lassen.

Ist auch ein toller Salat als Mitbringsel zu einem Grillabend!

Wissenswertes über grüne Bohnen

Jeder kennt sie, aber kaum einer weiß, wie vielseitig und gesund sie ist: die grüne Bohne. Bohnen sind einjährige, frostempfindliche Pflanzen. Die Bohnenhülsen haben viele unterschiedliche Formen und Farben. Ebenso wie die Hülsen fallen auch die Samen in Form und Farbe kunterbunt aus: Je nach Sorte können sie rund, kugelig, flach, oval oder lang gestreckt geformt sowie weiß, bunt gefleckt, hell- bis rotbraun oder sogar fast schwarz gefärbt sein. Der Begriff grüne Bohnen fasst verschiedene Pflanzen der Gartenbohne zusammen. Dazu gehören zum Beispiel die feinen Prinzessbohnen, Delikatessbohnen und die Keniabohne. Grüne Bohnen können sowohl Stangen- als auch Buschbohnen sein. Bei Buschbohnen handelt es sich um die frei wachsende Variante. Stangenbohnen hingegen brauchen eine Stütze während des Wachstums.

Bohnen sind mit die wichtigsten pflanzlichen Eiweißlieferanten. Sie enthalten zudem Kohlenhydrate sowie die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und die Vitamine der Gruppe B sowie die Vitamine A, C und E. Trockenbohnen haben sogar einen höheren Nähr- und Brennwert. Zudem sind sie leichter verdaulich als frische Bohnen.

Grüne Bohnen sind nur gegart zum Verzehr geeignet. Sie können im Gegensatz zu vielen anderen Bohnen-Sorten komplett gegessen werden, dass heißt nicht nur die Kerne, sondern auch die Hülsen sind genießbar. Rohe Bohnen enthalten das Glycosid Phasin, ein giftiges Eiweiß, das nach etwa 15 Minuten Kochen zerfällt.

Ob Sie frische grüne Bohnen vor sich haben, können Sie zunächst an der Farbe erkennen. Sie sollte kräftig, sattgrün sein. Ein weiteres Kriterium ist die Konsistenz. In frischem Zustand sollte sie sehr knackig sein und brechen, wenn man sie biegt. Die entstandene Bruchstelle sollte ebenfalls grün und saftig sein.

Die Zubereitungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Beliebt sind vor allem Bohnensuppen. Ganze blanchierte grüne Bohnen werden gerne in Butter oder Olivenöl geschwenkt und nur mit etwas Salz und Bohnenkraut gewürzt. Besonders lecker schmecken gekochte Bohnen auch als Salat zubereitet.

Zutaten: 200 g grüne Bohnen, 250 g Kirschtomaten, 200 g Schafskäse, 10 Stück schwarze Oliven, 3 EL Olivenöl, 3 EL Balsamico Essig, Thymian, Rosmarin, Salz/Pfeffer. Für vier Personen, circa 30 Minuten Zubereitungszeit Foto: AOK

Um grüne Bohnen trotz Einfrierens auch wirklich grün zu erhalten, einfach kurz davor blanchieren. Und damit sie beim Kochen ihre Farbe nicht verlieren, geben Sie einen Teelöffel Natron oder Backpulver ins Wasser.

Viele weitere Ideen für eine gesunde und ausgewogene Ernährung erhalten Sie in den AOK-Ernährungswerkstätten. Infos und Termine in jedem AOK-Kundencenter oder unter www.aok-bw.de

 
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