Kreis Lörrach Eine Anlaufstelle für Investoren

Die Oberbadische
Wollen Wirtschaft und Gemeinden stärken: (von links) Ulrich Hoehler, Landrätin Marion Damman, Martina Hinrichs und Laura Berchtold. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Das Landratsamt Lörrach gründet in Kooperation mit der Wirtschaftsregion Südwest (WSW) ein gemeinsames Fördermittelnetzwerk. Dieses soll dafür sorgen, dass investitionswillige Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen leichter an das richtige Förderprogramm gelangen und somit mehr Geld im Landkreis ankommt.

Kreis Lörrach. Die Wirtschaft stärken und den ländlichen Raum fördern, dies ist das Ziel zahlreicher Förderprogramme. Die Landschaft der EU-, Bundes- und Landesprogramme ist allerdings so weitläufig, dass sie für Laien meist einen unüberschaubaren Dschungel darstellt, teilte das Landratsamt gestern mit.

„Oftmals scheitert es bereits daran, dass insbesondere Bürger und kleinere Firmen über existierende Förderprogramme nicht auf dem Laufenden sind, geschweige denn die verschiedenen und zum Teil sehr bürokratischen Antragsverfahren verstehen. Diesem Informationsdefizit möchten wir mit der Schaffung eines Fördermittelnetzwerkes entgegenwirken“, erklärt Ulrich Hoehler, Erster Landesbeamter und Leiter des Dezernates Mobilität, Umwelt & Strukturpolitik im Landratsamt.

Ziel sei es, einer möglichst breiten Öffentlichkeit eine Anlaufstelle für Fördertöpfe zu bieten und je nach Projektvorhaben an die richtigen Ansprechpartner zu verweisen. Durch den Aufbau einer Fördermitteldatenbank wollen Landratsamt und WSW vor allem die Kommunen und Unternehmen der Region dabei unterstützen, weitere Gelder zu akquirieren und zukunftsweisende Investitionen im Landkreis zu tätigen, heißt es weiter.

Eines dieser Förderprogramme ist das vom Land Baden-Württemberg ausgeschriebene „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“, kurz ELR, was Interessierten ermöglichen soll, Gelder für die Umsetzung von Projekten in strukturschwachen Gegenden zu beantragen. Das ELR kann Projekte von Gemeinden, Privatpersonen oder Unternehmen bezuschussen, welche die Ortskerne erhalten, modernes Leben und Wohnen ermöglichen, eine Versorgung auf dem Land mit Dienstleistungen und Waren sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Anträge können ab sofort bei der eigenen Gemeinde gestellt werden, die Frist für die Einreichung von Projekten endet am 28. Oktober.

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