Kreis Lörrach Einsatzkräfte tragen viel Verantwortung

Die Oberbadische, 15.05.2018 16:54 Uhr

Kreis Lörrach. Die CDU-Fraktion des Kreistages besuchte jüngst die integrierte Leitstelle, eine gemeinsame Einrichtung des Landkreises und des Roten Kreuzes. Leitstellenleiter Volker Degener, Rettungsdienst-Geschäftsführer Svend Appler und Kreisbrandmeister Christoph Glaisner sowie Hans-Peter Volkmer, selbst Kreisrat und Leitender Notarzt, stellten den Kreispolitikern die Leitstelle vor, informierten zu aktuellen Themen und beantworteten die Fragen der Kreisräte, wie es in einer jüngst verschickten Mitteilung der CDU-Kreistagsfraktion heißt.

Appler verwies auch auf das Gutachten des Sachverständigenrates im Bundesministerium für Gesundheit zur „Bedarfsgerechten Steuerung der Gesundheitsversorgung“, welches sich in der Schlussphase seiner Erarbeitung befindet. Kernthese ist, dass die Leitstellen alle medizinischen Hilfeersuchen einschließlich der Steuerung vom Hausarzt über den ärztlichen Hintergrunddienst, die Notaufnahme und den originären Rettungsdienst übernehmen sollen. Klarer Wunsch ist also keine Aufsplitterung der verschieden Dienste, sondern die Erweiterung von Notfallrettung und Krankentransport um alle weiteren zur vollständigen Steuerung erforderlichen Dienste an der integrierten Leitstelle, wie dies in Lörrach gut funktioniert.

Kreisbrandmeister Glaisner und Svend Appler führten die Fraktionsmitglieder durch die Leitstelle, sodass diese sich einen Einblick verschaffen konnten. Die Kreisräte waren laut der Mitteilung beeindruckt von der Tätigkeit des Leitstellenpersonals. Fraktionsvorsitzender Paul Renz sprach von einer guten Partnerschaft des Landkreises und dem DRK, die sich bewährt hat.

Teilhabegesetz ist auch ein Thema

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Sozialdezernentin Elke Zimmermann-Fiscella mit ihren Fachbereichs- und Sachgebietsleitern über das Ergebnis der Organisationsuntersuchung im Sachgebiet Behindertenhilfe. Das neue BTHG (Bundesteilhabegesetz) bringt einen enormen Mehrbedarf an Arbeit und damit auch an Personal mit sich. Der Tenor ist „Mehr Mitbestimmung – mehr Teilhabe und mehr Mitsprache“. Für die Betroffenen bringt das Gesetz eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensumstände. Die benötigten finanziellen Mittel sollen zielgerichtet und passgenau umgesetzt werden. Im Kreishaushalt ist die Position „Eingliederungshilfe“ der größte Kostenblock. Von den 5,7 zusätzlichen Stellen sind laut der Sozialdezernentin vier Stellen dem neuen BTHG geschuldet. Nach dem Prinzip „wer bestellt, der bezahlt“ will die CDU laut der Mitteilung den Gesetzgeber nicht aus der Verantwortung entlassen und fordert volle Kostenübernahme der durch die Gesetzesänderung verursachten Kosten (wir berichteten).

Aktuelle Kreisthemen sowie Berichte aus den Ausschüssen bildeten den Schluss der Sitzung der CDU-Fraktion. Marcel Baumann stellte sich als neuer Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Wahlkreisbüros des Bundestagsabgeordneten Armin Schuster vor.