Paris - In einer früheren Folge dieser Serie hatte ich mich mit ausländischen Studenten über ihr Erasmus-Auslandssemester in Paris unterhalten. Heute wechseln wir einmal die Perspektive und fragen französische Studenten der INSEEC Business School nach ihrer Einstellung zum europäischen Bildungsprogramm.

Wenn es um derartige Fragen geht, ist Christelle die erste Ansprechpartnerin. Sie ist die Präsidentin der schulinternen Exchange-Assoziation, die sich ausschließlich um das Wohlbefinden der Erasmus-Studenten kümmert. Mit ihrem Team hat sie meinen ausländischen Kommilitonen und mir bisher ein großartiges Freizeitprogramm außerhalb der Vorlesungen angeboten. Einen Wochenendtrip in die Normandie/Bretagne, vergünstigte Tickets für Spiele von Paris Saint Germain, Partyabende und vieles mehr.

Langfristige Freundschaften knüpfen

Auf meine Frage, woher sie diese ganze Energie zur Organisation des Programms ziehen würde, antwortet sie mir: „Ich habe vergangenes Jahr selber mein Erasmus-Semester in San Sebastian gemacht. Das war toll, ich bin heute noch mit einigen Kommilitonen von damals in Kontakt. Aber eben nur mit den ausländischen und nicht mit den Spaniern selber. Deswegen ist es mein Antrieb, die Erasmus-Gruppe hier so gut es geht bei uns Franzosen zu integrieren und so langfristige Freundschaften zu ermöglichen.“

Ihr Auslandssemester steht Gaëlle noch bevor. Sie wird ab Januar drei Monate in Puebla/Mexiko verbringen, um ihr Spanisch zu verbessern. In der Exchange-Association engagiert sie sich, „um vorab mit Erasmus-Studenten in Kontakt zu kommen und zu beobachten, wie man sich im Ausland zurechtfinden kann.“ Erstaunt ist sie darüber, wie schnell dies an der INSEEC Business School geklappt hat. „In den ersten zwei Wochen haben uns noch viele Fragen erreicht. Fragen wie: Wo kann man gut essen gehen? Wie beantrage ich Wohngeld? Heute kommen kaum noch Fragen. Das ist ein gutes Zeichen.“ Zwar nicht Teil der Association, aber trotzdem bei jeder Veranstaltung mit dabei ist Armand. Ob das an den vielen Erasmus-Studentinnen liegt, frage ich ihn.

Sprachkenntnisse verbessern

Er schmunzelt nur, fügt dann aber hinzu, dass er so ganz nebenbei auch seine Englisch-Kenntnisse verbessern könne. Ein Auslandssemester würde er selber „nie machen“. Dafür sei er einfach zu gerne in Paris.

Einen ganz anderen Grund für seine Anwesenheit, zumindest scheint es so, hat Quentin. Er hat ebenso wie Christelle sein Erasmus-Semester schon hinter sich und möchte nun den jetzigen Studenten einen möglichst unvergesslichen Aufenthalt bescheren. „Die Chance, einen Teil seines Studiums im Ausland zu verbringen, sollte jeder nutzen“, ist er überzeugt.

Bereicherung für die Hochschule

Auch Laetitia schließt sich dieser Meinung an. Sie kümmert sich viel um die ausländischen Studenten an der INSEEC Business School. Vor allem die Gespräche unter Kommilitonen beeindrucken sie besonders. „Die Erasmus-Studenten sind eine unglaubliche Bereicherung für unsere Hochschule.“