Kreis Lörrach Für einen starken Sozialstaat

Sprachen über die Arbeit des VdK (v.l.): Manfred Merstetter, Klaus-Martin Weih, Rainer Stickelberger, Silvia Kahn-Städler und Günter Sauer. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach. Mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern ist der VdK der größte Sozialverband Deutschlands. Welche Arbeit er leistet und wie er vor Ort aufgestellt ist, darüber informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger auf Einladung des VdK-Kreisvorsitzenden Manfred Merstetter. Auch der Bezirksverbandsgeschäftsführer für Südbaden, Klaus-Martin Weih, Sozialrechtsreferentin Silvia Kahn-Städler und Kreisvorstandsmitglied Günter Sauer nahmen an dem Gespräch in der neuen Geschäftsstelle des VdK in der Lörracher Turmstraße teil.

Stickelberger, selber seit Jahren VdK-Mitglied, betonte die vielen Berührungspunkte zwischen VdK und SPD auf Landesebene: „Ob Pflege, Altersarmut oder Ärzteversorgung – der VdK ist einer unserer Hauptansprechpartner bei sozialen Themen.“

Wegweiser zu anderen Hilfestellen

Das bestätigte auch Mer­stetter: „Der VdK ist für die soziale Gerechtigkeit das, was der ADAC fürs Auto ist.“ Als starke Lobby aller Sozialversicherten und Menschen mit Behinderungen beruht die Arbeit des Verbandes auf drei Säulen: Sozialrecht, Sozialpolitik und die ehrenamtliche Arbeit in den Kreis- und Ortsverbänden.

Kernkompetenz und Hauptsäule ist das Sozialrecht. In Lörrach und in einer der weiteren 33 Geschäftsstellen im Land können sich die Mitglieder professionell zu allen Fragen des Sozialrechts wie Rente, zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung oder zur Anerkennung von Schwerbehinderung beraten und vertreten lassen. „Die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen schlagen auch in unserer sozialrechtlichen Beratung massiv durch – Burn-out und psychische Erkrankungen nehmen stark zu“, betonte Weih. „Zudem sind wir auch Wegweiser zu anderen Hilfestellen. Und viele, die zu uns kommen, brauchen nicht nur eine Rechtsberatung, sondern auch das Gespräch“, erklärte Merstetter.

Ehrenamtliche in 19 Ortsverbänden

Ziel der Sozialpolitik des VdK ist ein starker Sozialstaat. Seinen politischen Einfluss sichert er vor allem durch eine breite Öffentlichkeitsarbeit.

Dazu tragen, so Weih, auch die Ehrenamtlichen in den 19 Ortsverbänden im Kreis als Multiplikatoren bei. Darüber hinaus wird hier vor allem die Geselligkeit und das solidarische Miteinander der rund 4500 Mitglieder im Kreis gepflegt. „Allerdings werden jene Mitglieder, die mit Vorstandsämtern Verantwortung übernehmen, immer weniger“, bedauert Merstetter. Und dies, „obwohl die soziale Schere immer weiter auseinandergeht“, weiß Sauer.

Ein Hauptanliegen sei es, den Bekanntheitsgrad des VdK weiter zu fördern und „solidarische Mitglieder, die selber keine Beratung brauchen“, zu gewinnen, so Weih. Die Arbeit des VdK sei nötiger denn je, waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig.

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