Kreis Lörrach „Glücksfall für unsere Hochschule“

Zusammen mit einer Skulptur überreichte die Eberle-Stiftung 300 000 Euro für ein DHBW-Projekt über Tourismus; rechts von der Skulptur die Preisträger Winfried Heinzler, Wendy Fehlner und Valentin Weislämle (v.l.). Foto: Peter Ade

Kreis Lörrach - Der mit 300.000 Euro dotierte Jahrespreis der Stiftung Dr. Karl Helmut Eberle wurde am Donnerstag der Dualen Hochschule (DHBW) zuerkannt. Das Geld fließt in die laufende Projektarbeit zur Förderung von Arbeitsplätzen in Afrika.

Groß war die Freude der Professoren Valentin Weislämle und Winfried Heinzler sowie der Verwaltungswirtin Wendy Fehlner. Sie leiten das ehrgeizige Vorhaben und konzentrieren sich dabei auf die Chancen des Tourismus.

„Die Eberle-Stiftung und der von ihr verliehene Preis sind ein Glücksfall für unsere Hochschule“, erklärte Rektor Theodor Sproll zum Auftakt der Feierstunde mit rund hundert Gästen, unter ihnen der grüne Landtagsabgeordnete Josha Frey und Lörrachs Oberbürgermeister Jörg Lutz.

Sproll unterstrich die Bedeutung der DHBW Lörrach. Er pries die win-win-Situation, von der sowohl der Mittelstand als auch – angesichts von zurzeit rund 2200 Studenten – die Wirtschaftskraft der Region profitierten. Die Eberle-Stiftung, so Sproll, erlaube es, die kooperative Forschung zu intensivieren und mit Leben zu erfüllen. Praxisnähe sei das Ziel, um damit den Wissenstransfer aus der Hochschule zu den Partnerunternehmen und von ihnen zurück an die DHBW zu pflegen.

Sieben Projektanträge

Für den Eberle-Preis 2019 wurden aus Lörrach sieben Projektanträge eingereicht – von digitalen Lehren über Gesundheit und internationale Projekte bis hin zu technischen Innovationen (wir berichteten).

„Wir haben hart gerungen und nicht alles sofort verstanden“, erklärte Alexandra Zoller (Stuttgart) vom Stiftungsvorstand. Die Wahl sei schwergefallen, dennoch gebe es ein einstimmiges Votum für die Arbeit von Weislämle, Heinzler und Fehlner.

Bei der Vorstellung des Projekts verwies Weislämle darauf, dass in Afrika etwa zehn Prozent der globalen Wirtschaftskraft – in manchen Ländern sogar bis zu 40 Prozent – durch den Tourismus generiert würden.

Basis für Arbeitsplätze

Ziel der Forschung, erklärte der DHBW-Professor, sei freilich nicht der Ausbau des Pauschaltourismus. Man behalte vielmehr die Schaffung kleiner und eigenständiger Projekte im Visier. Sie bildeten die Basis für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und die Schaffung von Infrastruktur.

Projektmitarbeiterin Fehlner kündigte einen intensiven Austausch mit afrikanischen Universitäten und die Einbindung seriöser Reiseveranstalter an.

Georg Freiherr von Schönau, Mitglied im Eberle-Stiftungsvorstand, schuf den Bezug zur Flüchtlingsproblematik: Wenn vor Ort geholfen werde, Arbeit und Brot zu finden, bräuchten sich die Menschen gar nicht erst auf den Weg zu machen, um in Europa das Glück zu suchen.

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