Kreis Lörrach Guter Jahrgang für die Zunft

Sebastian Minges, Martin Ranz, Johannes Ackermann und Gernot Bürkle (v.l.) bei der Vernissage. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Ob künstlerische Ader oder Hang zur Tüftelei, ob Maßarbeit oder handwerkliches Geschick: Diese Fähigkeiten vereint und verlangt der Beruf eines Schreiners. Die Gesellenstücke der Abschlussprüfung werden nun im Foyer der Sparkasse in der Rheinfeldener Filiale am Friedrichplatz bis Donnerstag, 19. September, ausgestellt.

Von Gerd Lustig

Kreis Lörrach. Die Mitglieder der Schreinerinnung der Kreishandwerkerschaft Lörrach zeigen, was sie können. Gemäß der Tradition, dass die Gesellenstücke öffentlich ausgestellt werden, können die 19 Werke der 13 Gesellen und sechs Gesellinnen, die alle Prüfungen erfolgreich absolviert und nun den Gesellenbrief in der Hand haben, begutachtet und bewertet werden.

Die Besucher können einen Stimmzettel in eine kleine Wahlbox werfen, damit der ausgelobte Publikumspreis ermittelt werden kann. Die Bekanntgabe des Gewinners ist am Donnerstag, 15. September, um 17 Uhr bei der Finissage.

Innungssieger steht fest

Der diesjährige Innungssieger ist gleichwohl längst bestimmt. Die Wahl fiel auf Johannes Ackermann, der einen wunderbaren Fußballkicker aus Holz als Gesellenstück angefertigt hat und die Juroren damit begeisterte. „Ich selbst spiele gerne Tischfußball, die Arbeit hat sehr viel Spaß gemacht“, erklärte der frisch gebackene Schreinergeselle.

Sein Werk nimmt demnächst auch am Wettbewerb der Handwerkskammer Freiburg teil. Die Hoffnung besteht, dass das Werk noch weit kommen wird. Der ältere Bruder Fabian Ackermann hat es vor einigen Jahren mit seinem Gesellenstück bis zur WM in Dubai geschafft.

Bei der Vernissage und Feierstunde am Montag sprach Kreishandwerksmeister Martin Ranz, der gleichzeitig auch Obermeister der Schreinerinnung ist, von einem guten Jahrgang im Schreinerhandwerk.

Präzises Arbeiten

„Variation und präzises Arbeiten zeichnen die Gesellenstücke aus“, lobte er. Raffinesse, Tüftlergeist, Kreativität und erlerntes Handwerk seien die Markenzeichen der Arbeiten. „Es sind viele wunderbare Unikate entstanden“, machte er deutlich, weshalb letztlich auch ein Gesellenbrief als verdienter Lohn zum Abschluss der dreieinhalbjährigen Ausbildung überreicht wurde. „Macht weiter so und habt Spaß an eurem Beruf“, rief er den Gesellen zu.

Gernot Bürkle, Fachbereichsleiter an der Gewerbeschule Schopfheim, beglückwünschte alle zur erfolgreichen Prüfung und blickte zurecht in stolze Gesichter. „Mit dem Gesellenbrief habt ihr etwas Wertvolles in der Tasche“, lobte er und ermunterte die jungen Leute weiterhin zur Fortbildung und Weiterentwicklung.

Beeindruckt haben Bürkle in diesem Jahr bei den Gesellenstücken die Vielfalt und die Innovation. „Ihr habt gezeigt, dass ihr viel gelernt habt und mit dem Werkstoff Holz umgehen könnt“, sagte der Fachbereichsleiter anerkennend.

Handwerk als Erfolgsfaktor

„Wir haben unsere Räume gerne wieder zur Verfügung gestellt“, erklärte Sebastian Minges vom Gastgeber Sparkasse Lörrach-Rheinfelden. Gerade das Handwerk liege der Sparkasse sehr am Herzen. „Das Handwerk ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die regionale Wirtschaft“, meinte er. Mit der Ausstellung könne Werbung für Handwerk und Zunft sowie natürlich auch für den jeweiligen Betrieb gemacht werden.

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