Anzeige Handwerk sorgt für Wachstum

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Das Handwerk fördert Wachstum und Beschäftigung.                                            Foto: Peter Ade

Kreis Lörrach (pad). Die wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks erschließt sich nicht nur aus der Anzahl der Betriebe, der beschäftigten Erwerbspersonen und deren Wertschöpfung. Darüber hinaus hat das Handwerk eine besondere regionalpolitische Bedeutung: Die Betriebe sind über die Fläche verteilt und tragen Wachstum und Beschäftigung auch in die ländliche Region.

Gerade in strukturschwachen Regionen ist die ortsnahe Verfügbarkeit von Handwerksleistungen (Zulieferer, Dienstleister, Instandhaltung) ein wichtiger Faktor für die Standortentscheidung von Unternehmen.

Das Handwerk umfasst mehr als 130 Berufe. Von der Ortenau bis an die Schweizer Grenze machen mehr als 15 300 Betriebe diesen Wirtschaftszweig aus. Gemeinsam mit knapp 100 000 Beschäftigten generiert er einen Jahresumsatz von rund elf Millionen Euro.

„Unsere Handwerksbetriebe sind aber noch viel mehr“, unterstreicht Kammerpräsident Ullrich im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie seien regionale Unterstützer und nicht zuletzt engagierte Partner und Sponsoren für Vereine. „Wir sind immer im Einsatz in den Kommunen und für die Gesellschaft“, betont Ullrich.

Mit der Zukunftsinitiative „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ des Wirtschaftsministeriums und des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT) soll die Zukunft des Handwerks im Südwesten gesichert werden.

Im Fokus stehen Programme, die das Handwerk dabei unterstützen, Fachkräfte an sich zu binden, Betriebe strategisch auszurichten und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. In einem ersten Schritt wurden im August 2017 eine „Personaloffensive“ und eine „Strategieoffensive“ vorgestellt, die mit rund 2,2 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium gefördert werden.

Die Personaloffensive sieht laut Wirtschaftsministerium vor, als Modellprojekt bis zu acht Personalberaterstellen bei den Handwerkskammern zu schaffen, um die Betriebe bei der Personalentwicklung, der Nachwuchs- und Mitarbeitersuche und Nachfolgeplanung zu begleiten.

„Handwerk 2025 ist ein Zukunftsprojekt, das wir sukzessive weiterverfolgen und umsetzen“, verspricht Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Gefördert werde die Durchführung von Werkstatt-Formaten, in denen Handwerksbetriebe in einer Kombination aus Erfahrungsaustausch und begleitender Beratung bei der Ausarbeitung und Umsetzung einer konkreten Strategie zu Digitalisierungs-, Transformations- oder Nachhaltigkeitsthemen unterstützt werden sollen.

Daneben sollen geeignete Transfermaterialen abgeleitet werden. Förderfähig sind unter anderem Honorare für Referenten, Beratung durch freie Berater oder Experten, Veranstaltungstechnik und Workshop-Materialien sowie die Erstellung von Transfermaterialien.

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