Kreis Lörrach Hoffmann fordert Grenzschutz

Die Oberbadische, 14.06.2018 17:37 Uhr

Kreis Lörrach. Zum eskalierenden Streit innerhalb der Bundesregierung über die freie Einreise von Migranten erklärt der südbadische FDP-Bundestagsabgeordnete Christoph Hoffmann in einer gestern verschickten Mitteilung, dass der „Masterplan“ abgesagt worden sei. „Die freie Einreise von Migranten nach Deutschland ist zentraler Punkt eines chaotischen Streits innerhalb der Bundesregierung und innerhalb der Unionsfraktion. Bundeskanzlerin Merkel verteidigt die freie Einreise, die CSU ist dagegen“, wird Hoffmann in der Mitteilung zitiert. „Wir müssen wieder dahin kommen, dass an der Grenze abgewiesen wird. Die normierten Einreisebedingungen wie Visum oder Asyl sind in der deutschen Botschaft im jeweiligen Heimatland zu beantragen. Diese Regel wird nur dann wieder funktionieren, wenn an unseren Grenzen konsequent gehandelt wird“, heißt es weiter.

Täglich kommen Migranten über die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz. Sie erreichen den Landkreis Lörrach per Bus, Tram oder auf Güterzugwaggons (wir berichteten). In der Regel handelt es sich um Menschen, die sich vorher in Italien aufgehalten haben und die Schweiz durchreisen.

„Diese Migranten kommen sehr oft mit unklarer Identität zu uns“, teilt Hoffmann mit. Andererseits werde jeder, der mit einem Flugzeug ohne Visum ankommt, umgehend zurückgeschickt. Das komme tausendfach an deutschen Flughäfen vor.

Die Regierung handele ohne Plan. Eine EU-Asylregelung sei überfällig, ebenso wie ein robuster Grenzschutz an den EU-Außengrenzen.

 
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