Kreis Lörrach Hospizarbeit bleibt Herzenssache

Peter Ade
­Das „Hospiz am Buck“ in Lörrach-Stetten wird um acht auf 14 Plätze erweitert. Foto: Peter Ade

Mit 1240 Mitgliedern ist der Förderkreis „Hospiz am Buck“ in der Region eine der größten Vereinigungen mit sozialer Ausrichtung. Derzeit wichtigstes Ziel ist die Erweiterung des Hauses hoch über dem Lörracher Stadtteil Stetten um acht auf 14 Plätze.

Von Peter Ade

Kreis Lörrach . Im Endausbau sollen auf zwei Stationen Betten für sterbenskranke Menschen zur Verfügung stehen. Eine Jury entscheidet, welcher von vier Vorschlägen aus einem Ideenwettbewerb zum Zuge kommt. Die Bauarbeiten sollen im Spätherbst beginnen. Mit der Fertigstellung werde bis Ende 2024 gerechnet, bestätigte Klauspeter Huck, der am Donnerstag einstimmig als Vorsitzender des Förderkreises bestätigt wurde.

Die Gründungsidee hatte einst der frühere Direktor des St. Josefshauses Rheinfelden-Herten, Bernhard Späth. Die finanzielle Basis bildet eine im Jahr 2014 ins Leben gerufene Stiftung, die heute über ein Kapital von rund 760 000 Euro verfügt. Getragen wird das Haus von der „Hospiz am Buck gemeinnützige GmbH“. Gesellschafter sind das St. Josefshaus Herten, die Caritas im Landkreis Lörrach und das Diakonische Werk im evangelischen Kirchenbezirk Lörrach.

Das Einzugsgebiet der Gäste – es wird bewusst nicht von Patienten oder Bewohnern gesprochen – umfasst den gesamten Landkreis Lörrach, den Landkreis Waldshut und den südlichen Teil von Breisgau-Hochschwarzwald.

Der Förderkreis befindet sich mit mehr als 1240 Mitgliedern deutlich im Aufwind. Aus dem Spendenaufkommen trägt zum Ausgleich des jährlichen Defizits bei und finanziert Möglichkeiten zur Verbesserung der Betreuungsqualität auf kulturellem Gebiet. Neu ist das Angebot „Abschied am Lebensende“ als Ergänzung zum bestehenden Trauercafé.

Zum Bedauern der Verantwortlichen und aller ehrenamtlichen Kräfte mussten etliche Programme wegen der Corona-Pandemie gestoppt oder unterbrochen werden. Auch die für Herbst 2020 geplante Feier zum zehnjährigen Bestehen des „Hospiz am Buck“ konnte nicht wie vorgesehen stattfinden.

Der Bedarf an weiteren Plätzen ist dringend. Zunächst wurde ein neues Hospiz in Tallage ins Auge gefasst – auf dem Areal der einstigen Filialkirche „Heilige Familie“ an der Käppelestraße, die in den Jahren 1965 bis 1967 errichtet und 2016 profaniert wurde. Schließlich dachte man an einen Neubau neben dem benachbarten Seniorenzentrum St. Fridolin auf dem Stettener Buck. Die Überlegung scheiterte jedoch an behördlichen Einwänden gegen den Bauplatz am Waldrand. Die Planung sieht nunmehr den Ausbau samt Erweiterung der bestehenden Einrichtung am Joseph-Rupp-Weg 7 vor.

Für das Dachgeschoss sind ein Raum der Stille und ein Sitzungsraum vorgesehen. Der Aufzug soll bis oben durchgezogen werden. Im Untergeschoss gibt es neben neuen Büros eine Tagesgruppe mit acht bis zehn Plätzen für palliativ erkrankte Menschen, wobei Sterbenskranke tagsüber betreut werden, aber weiterhin zu Hause leben können.

Lörrachs Oberbürgermeister Jörg Lutz bestätigte die Genehmigung des Bauvorhabens seitens der Behörden. Er würdigte das ehrenamtliche Engagement der 14 Frauen und Männer in der Begleitung und Betreuung sterbender Menschen.

Bei den Wahlen wurde Klauspeter Huck als Vorsitzender bestätigt. Beisitzer sind Tilly Nothhelfer, Elke Schreiber und Andreas Böhringer. Die Kassengeschäfte werden von Sigrun Lachner und Anton Reize geführt. Kassenprüfer sind Gerlinde Humm und Anja Karcher.

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