Kreis Lörrach Im Winterwunderland

Gabriele Hauger

Von Gabriele Hauger

Kreis Lörrach. Ungefähr ab Zell wird’s langsam weiß. Wer dann um die Kurve ins Schwarzwalddorf Todtnauberg einbiegt, ist im Winterwunderland. Endlich Schnee, wenn es auch nicht viel mehr als 20 Zentimeter sind. Dazu am Samstag blauer Himmel. Frühmorgens knackigkalte neun Grad minus. Der Schnee knirscht unter den Sohlen, die Kristalle glitzern.

Hochbetrieb an den Liften

Die Parkplätze beim Bucklift sind schnell belegt, auch beim Kapellen- und Stübenwasenlift herrscht reichlich Betrieb. Es ist der erste richtige Skitag dieser Saison – und das Ende Januar! „Es läuft super“, freut sich der Technische Betriebsleiter Petrus Duin beim Bucklift. „Die Gäste sind alle total gut drauf, endlich wieder Ski fahren – und das ohne Corona-Einschränkungen.“

Nummernschilder aus der Schweiz, aus Emmendingen, aus Karlsruhe, Mannheim und natürlich aus Freiburg und Lörrach. Endlich können auch die Skischulen loslegen. Jede Menge Skizwerge mit Warnweste auf der Piste.

Pistenrausch

Schlangestehen am Lift nimmt man gelassen in Kauf. Neben der Freude über den Pistenrausch wird in der Liftschlange auch philosophiert, analysiert, kommentiert. Das reicht von „Skifahren wird immer mehr was Besonderes“ über „Kunstschnee ist knallhart“ bis zu „Endlich kein Maskenschei... mehr!“

Das Gastro-Angebot der Hütten gehört zum Skitag dazu, Pommes und Pizza gehen immer.

Grandiose Ausblicke

Wer’s ruhiger mag, schnallt sich die Langlaufskier an und schnauft sich vom Radschert-Parkplatz auf die Stübenwasenebene hoch, frustrierenderweise immer wieder überholt von skatenden Supersportlern. Dafür aber belohnt von grandiosen Blicken in Richtung Belchen und über den gesamten Schwarzwald. Nur die Alpen verstecken sich im Dunst.

Mit dem Popo-Rutscher hinuntersausen

Spaziengehen ist natürlich auch schön. Am besten mit einem Popo-Rutscher unterm Arm. Kreischend dreht man abwärts, Schnee im Gesicht, die Nase eiskalt – aber in Hochstimmung. Und in dem Bewusstsein, dass diese Winter-Wonnen vielleicht irgendwann keine Selbstverständlichkeit mehr sind.

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