Kreis Lörrach In Corona-Zeiten die Strukturen aufrechterhalten

Christoph Nitz, CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2021, Bad Bellinger Gemeinderat Emil Schilling, Bürgermeister der Kurgemeinde Carsten Vogelpohl, Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, Susanne Eisenmann und Anja Herzog, Ersatzkandidatin für die Landtagswahl 2021, (von links) tauschten sich über das Thema Zusammenarbeit von Land und Kommunen aus. Foto: Denis Bozbag

Kreis Lörrach - Susanne Eisenmann, Landesministerin für Kultus, Jugend und Sport sowie Spitzenkandidatin zur Landtagswahl 2021 der CDU Baden-Württemberg, hat am Mittwochabend im Bad Bellinger Kurhaus ihre Vision einer guten Zusammenarbeit des Landes mit den Kommunen für die kommenden Jahre vorgestellt. Bei einem Austausch mit lokalen CDU-Parteivertretern erklärte sie, in Corona-Zeiten zusammenstehen, die kommunalen Strukturen aufrechterhalten, in Wissenschaft und Forschung weiter investieren sowie die Digitalität im Bildungswesen vorantreiben, das seien für sie wichtige Ziele der gemeinsamen Zusammenarbeit.

Doch auch ein offenes Ohr für die lokalen Nöte und Sorgen der Corona-gebeutelten Gemeinden haben – das stellte Eisenmann klar – dafür werde sie während der öffentlichen Veranstaltung, organisiert vom CDU-Bezirksverband Südbaden, Zeit finden.

Das Kultusministerium hat – mit einiger Verspätung, wie Eisenmann zugab – jetzt gut durchdachte Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu gehöre, dass sich von Ende August bis Ende September die Mitarbeiter von Schulen und Kitas freiwillig auf Corona testen lassen könnten. Ein Leitfaden zu Fragen der Gesundheit wurde zudem konzipiert, der nun an die Einrichtungen versandt werde.

Regeln soll es für den zukünftigen Fernunterricht geben. Die Lehrer müssten ab nächstem Schuljahr dokumentieren, was an Lehrstoff durchgenommen wurde und ob alle Schüler erreicht werden konnten, so die Ministerin.

Für die Digitalisierung der Schulen wolle das Land 300 000 Laptops an die Gemeinden verteilen, in denen bisher 20 Prozent der Schüler kein Endgerät zur Verfügung hatten.

Die an die Rede anschließende Fragerunde mit den CDU-Parteikollegen drehte sich um Themen wie unter anderem den unbezahlten Urlaub von befristet angestellten Lehrkräften, die finanzielle Situation der Bade- und Kurorte im Kreis und mögliche Hilfen für diese aus dem neu geschnürten Drei-Milliarden-Konjunkturpaket des Landes. Auch die Lehrkräfte-Abwanderung in die Schweiz kam aufs Tapet, und es wurde angeregt, Maßnahmen zu treffen, die dies verhindern könnten.

Dazu erklärte die Ministerin, das sei ein regional-spezifisches Problem. Man habe mit der Schweiz Gespräche geführt, aber die Eidgenossenschaft zeige keine Bereitschaft, an einer Lösung mitzuarbeiten, da sie selber weniger Lehrpersonal ausbilde und sich über den Zulauf aus Deutschland sehr freue.

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