Kreis Lörrach Jobs im Handwerk

Die Oberbadische

Kreis Lörrach (pad). Das Handwerk gestaltet die Welt, in der wir leben. Ohne das Handwerk wären wir nicht da, wo wir heute sind. Handwerk schafft Neues, rettet Vergangenes. Es bewahrt Traditionen und ist trotzdem stets zukunftsorientiert. Das Handwerk vereint Vielfalt, Diversität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft. Es bringt einzelne Meisterstücke hervor, genauso wie herausragende Teamarbeit. Als Wirtschaftsmotor ist das Handwerk treibende Kraft der Gesellschaft. Darum ist es wichtig, die Menschen dahinter zu unterstützen, etwa bei der Digitalisierung.

Betriebe stellen sich digital auf

„Ausbildung ist heute wichtiger denn je“, bestätigt Kreishandwerksmeister Martin Ranz. Es würden Fachkräfte benötigt, die das Handwerk von Grund auf beherrschen. Deshalb sei es wichtig, den Nachwuchs frühzeitig für das Handwerk zu begeistern. Junge Menschen müssen gefördert werden. Sie müssen sich handwerklich ausprobieren können und sollten möglichst ihre digitalen Kompetenzen miteinbringen können. Je digitaler ein Handwerksbetrieb heute eingestellt ist, desto attraktiver ist er für Azubis. Das ist ein weiterer Grund, warum Betriebe die Digitalisierung auf keinen Fall verpassen dürfen.

Ganz klar: Handwerker sind Macher. Doch die Liste der Gewerke ist lang – gut 130 stehen zur Auswahl – und so findet auch derjenige, der vielleicht im ersten Moment nicht daran denkt, den passenden Beruf. Dabei ist es nützlich, wenn man sich vorneweg Gedanken über seine persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten macht.

Es gibt mehr als 130 Ausbildungsberufe

Vom Augenoptiker über Medientechnologe Siebdruck bis hin zum Zweiradmechatroniker – die breite Palette der Berufe im Handwerk spricht Technik-Fans ebenso an wie künstlerisch Ambitionierte. Mehr als 130 Ausbildungsberufe bieten jungen Menschen Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen.

Die Handwerksausbildung vereint Tradition und Hightech, Menschen und Maschinen, handwerkliches Geschick und moderne Materialien. Als Handwerkerin oder Handwerker begleitet man den gesamten Prozess von der Idee bis zum fertigen Produkt.

Und nach der Ausbildung ist nicht Schluss. Im Handwerk gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungen. Als Handwerksmeister/-in zum Beispiel kann man Betriebsleiter/-in werden oder sogar ein eigenes Unternehmen gründen. Auch der Weg ins Studium steht ausgebildeten Handwerkern und Handwerkerinnen offen.

Im Handwerk erfolgt die Berufsausbildung im sogenannten dualen System. Das heißt, die Ausbildung wird von zwei Partnern durchgeführt und findet an zwei verschiedenen Lernorten statt: in Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Betrieb und Schule arbeiten bei der Ausbildung eng zusammen. Und bei beiden lernt man Theorie und Praxis.

Grundlage für die Ausbildung ist der Ausbildungsvertrag. Den schließt man mit einem Ausbildungsbetrieb ab. Hier sind unter anderem Ausbildungsberuf, Urlaub und Vergütung geregelt. Der Ausbildungsbetrieb meldet einen dann zur Berufsschule an. Die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer steht beim Weg in die Ausbildung mit Rat und Tat zur Seite.

Praktikum als Einstieg

Ein Praktikum hilft, herauszufinden, ob der gewählte Beruf wirklich zu einem passt. Man kann sich sozusagen selbst ausprobieren und lernt das Unternehmen und den Arbeitsalltag besser kennen. Wenn das Praktikum gut läuft und der Betrieb zufrieden mit der Arbeit ist, kann sogar ein Ausbildungsplatz dabei herausspringen.

Wenn man bis zum Beginn des Ausbildungsjahres noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, besteht die Möglichkeit, an einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) teilzunehmen. Die Einstiegsqualifizierung ist ein Langzeitpraktikum in einem Betrieb von sechs bis zwölf Monaten. Wenn das Praktikum gut verläuft, kann es am Ende in ein Ausbildungsverhältnis übergehen.

Während der Einstiegsqualifizierung kann man sich intensiv auf die Berufsausbildung vorbereiten und den Betrieb richtig gut kennenlernen. Gerade wenn man Schwierigkeiten beim Lernen hat, ist die Einstiegsqualifizierung ein guter Weg in die Berufsausbildung, denn der junge Mensch kann den Betrieb mit seinen praktischen Fähigkeiten überzeugen.

Die außerbetriebliche Berufsausbildung ist zudem ein Angebot für Jugendliche, die aufgrund schulischer Defizite oder sozialer Schwierigkeiten besonderer Hilfe bedürfen. Die Ausbildung findet in den Berufsbildungszentren der Handwerkskammer und Kooperationsbetrieben statt. Speziell ausgebildete Lehrkräfte unterstützen beim Lernen. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen beraten und betreuen über die gesamte Ausbildungszeit - auch bei persönlichen Konfliktlagen.

Die außerbetriebliche Berufsausbildung ist ein Programm der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter. Wer daran teilnehmen kann, entscheidet die örtliche Berufsberatung.

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