Kreis Lörrach Klinikschule nimmt Formen an

Michael Werndorff
Das Zentralklinikum soll im Jahr 2025 seinen Dienst aufnehmen.Visualisierung: Kreiskliniken Quelle: Unbekannt

Derzeit ist die Erich-Kästner-Schule (EKS) direkt in Lörrach untergebracht. Mit dem Bau des Zentralklinikums wird sie auf den Medizin-Campus im Entenbad umziehen. Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Bau von Schulräumen beschlossen.

Von Michael Werndorff

Kreis Lörrach. Die EKS ist das sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung. Dort werden Kinder und Jugendliche beschult, die somatisch erkrankt sind und sich für einen längeren Zeitraum in der Kinderklinik aufhalten müssen und Kinder und Jugendliche, die in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) stationär behandelt werden.

Den Grundsatzbeschluss, dass die EKS mit dem Bau des geplanten Zentralklinikums (ZKL) auf den Campus verlagert wird, hatte der Kreistag bereits im November 2019 gefasst. Demnach soll die Schule im Gebäude des zukünftigen Zentrums für seelische Gesundheit neue Räume erhalten. Dieses errichtet das Zentrum für Psychiatrie Emmendingen, welche die Erwachsenenpsychiatrie und die KJP am neuen Standort zukünftig übernehmen wird.

Der Kreistag hat nun die Auftragsvergabe für den Bau der Räume beschlossen. Wie Finanzdezernent Alexander Willi berichtete, belaufen sich die Gesamtkosten hierfür auf 4,7 Millionen Euro. Auf den Landkreis entfallen nach Abzug der erwartbaren Schulbauförderung von rund 1,5 Millionen Kosten von 3,3 Millionen Euro. Der Baubeginn ist für Juni vorgesehen. Die Fertigstellung soll im März 2025 erfolgen, sodass die Schule im April 2025 umziehen könnte, wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht. Laut Willi ist derzeit noch offen, wie hoch die Schulbauförderung tatsächlich ausfallen wird.

Der Kreistag beauftragte zuletzt das Zentrum für Psychiatrie Emmendingen im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrags, die Schulräume für den Landkreis Lörrach zu errichten. Der Vertrag sieht vor, dass dem Landkreis ein unentgeltliches und unbefristetes Dauernutzungsrecht an den Schulräumen zugesagt wird.

Die reinen Baukosten wurden zum Zeitpunkt der Beschlussfassung mit 3,7 Millionen ermittelt. Zu diesem Zeitpunkt hat die Verwaltung noch mit einer Nettobelastung für den Landkreis von 2,6 Millionen Euro gerechnet.

Vorgesehen sind acht Klassenräume, drei Einzelbeschulungsräume und ein Werkraum, alle mit Tageslicht, sowie Nebenräume, wie ZKL-Projektleiter Thorsten Stolpe bereits im Oktober 2020 berichtete.

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