Kreis Lörrach Kreishandwerker lassen sich nicht unterkriegen

Gesellenbrief „mit Abstand“ (v.l.): Geschäftsführer Daniel Herkommer (Kreishandwerkerschaft), Maurermeister und Ausbilder Bodo Zimmermann, Maurergeselle Julian Hecker, Kreishandwerksmeister Martin Ranz Foto: Peter Ade

Kreis Lörrach - „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, erklärte Kreishandwerksmeister Martin Ranz zum Auftakt der Freisprechungsfeier für 214 frischgebackene Gesellinnen und Gesellen aus Handwerksbetrieben im Landkreis. Angesichts der Corona-Pandemie durften aus Sicherheitsgründen nur 30 der ursprünglich angemeldeten rund 300 Gäste an der Veranstaltung im Auditorium des G5-Forums in Eimeldingen teilnehmen.

Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, wurde der Anlass digital und in Echtzeit übertragen. Dem Gros der erfolgreichen Prüflinge wird der Gesellenbrief postalisch zugestellt. Glückwünsche und aufmunternde Worte gab’s „über Äther“ – auch ein Grußwort des Freiburger Handwerkskammerpräsidenten Johannes Ullrich.

„Wir können das erhöhte Risiko nicht nach Lörrach tragen“, entschuldigte Ullrich seine von Daniel Herkommer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, verlesene Absage wegen der erhöhten Corona-Fallzahlen im Breisgau. „Die Worte haben für mich trotz der Entfernung dennoch die gleiche Bedeutung: Herzlichen Glückwünsch zur bestandenen Gesellenprüfung!“

Kreishandwerksmeister Ranz dankte den Obermeistern der einzelnen Innungen, den ausbildenden Betrieben, den Eltern der Prüflinge sowie den Lehrkräften der Berufsbildenden Schulen und der Gewerbeakademie Schopfheim: „Sie alle haben mit dazu beigetragen, dass wir heute den jungen ehemaligen Auszubildenden die Gesellenbriefe aushändigen können.“

Umjubelt waren die Kunststücke des mehrfachen deutschen Meisters und wiederholten Weltrekordlers im BMX-Fahren, Chris Böhm aus Lörrach. Er praktiziert als Kinderkrankenpfleger therapeutisches BMX-Training für Kinder im St. Elisabethen-Krankenhaus und ist Markenbotschafter für mehrere Firmen.

Anschließend kamen im Interview auf der Bühne die drei Innungsbesten zu Wort: Maximilian Frech (Elektroniker), Noah Steinebrunner (Zimmerer) und Paul Vietz (Schreiner). Frisch von der Seele schilderten sie ihre Motivation fürs Handwerk und erzählten Episoden aus ihrer Ausbildungszeit.

Stellvertretend für die 214 erfolgreichen Prüflinge – 251 waren insgesamt zur Winter- und Sommergesellenprüfung „angetreten“ – überreichte Ranz dem Innungsbesten Maximilian Frech den Gesellenbrief. An die Adresse aller sagte er: „Sie haben bisher alles richtig gemacht und sind die zukünftigen Botschafter des Handwerks.“ Außerdem dürften sie sicher sein, in Zukunft nicht durch einen Roboter ersetzt zu werden.

Die Namen aller – auch der nicht anwesenden – Junggesellinnen und -gesellen verlas Geschäftsführer Herkomer. Pro Gewerk übergaben er und Ranz jeweils einer Gesellin oder einem Gesellen die Urkunde im Beisein von Obermeistern und Ausbildern.

Besonders stolz waren die Prüfungsbesten aller Innungen: Robert Klaue (Kraftfahrzeug-Mechatroniker), Alina Lovina (Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk), Maximilian Frech (Elektroniker), Dominik Löhle (Fleischfachverkäufer), Madeleine Enderlin (Friseurin), Moritz Keller (Anlagenmechaniker), Lukas Senn (Maler und Lackierer), Julian Hecker (Maurer), Tobias Wasmer (Metallbauer), Laura Leisinger (Stuckateurin), Paul Vietz (Schreiner), Noah Steinebrunner (Zimmerer), Katja Birlin (Kauffrau für Büromanagement).

 Die Namen aller erfolgreichen Prüflinge veröffentlicht unsere Zeitung in wenigen Tagen.

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